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Fahrbericht Jeep Renegade 4×4 140 PS Diesel

Veröffentlicht am: 7. Dezember 2016Von
IMG 0916 jeep 150 2Wenn man an einen OffRoader denkt, fällt einem zuerst Jeep ein, mir zu mindestens. Schließlich kennt man die Autos aus den Filmen, als die GIs damit durch dick und dünn gefahren sind. Der Jeep Renegade hat mit dem Ur-Jeep wenig gemeinsam außer, dass er wie ein Truck daherkommt. Wie hat er sich geschlagen?

 

Ein echter SUV?

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Jeep startet knapp unter 19.900 Euro

Unser erster Jeep sollte erst einmal ein „kleiner“ sein. Aufmerksam geworden durch eine Werbung, ein echter Jeep für knapp unter 19.900 Euro, sogar mit einer 4 Jahre Jeep Garantie. Jetzt steht er auf der Einfahrt. Klein? Auf keinen Fall! Die Oberkante der Motorhaube reicht mir bis zum Bauchnabel. Der kommt einem aber eher wie ein mächtiges Arbeitswerkzeug vor, wie ein Truck eben – das ist durch aus als Kompliment gedacht! Und irgendwie gefällt das, kein Spielzeug – ein Männertraum, unverwüstlich – eine Freund, mit dem man durch dick und dünn fahren kann.

Dann mal los. Schalterstellung auf „D“ und los geht es. Der Renegade ist kein Leichtgewicht, aber der 140 PS Diesel wird damit spielend fertig. Die Gangwechsel merkt man fast nicht. Kompliment. Tatsächlich, der hat sogar ein 9-Gang-Getriebe. Bemerkt man aber nur, wenn man auf den Manuell-Modus schaltet.

Der Motor verschweigt nicht, das er ein Diesel ist. Ab und zu schüttelt er sich sogar ein wenig. Passt aber zu einem Truck – halt ein Männerauto!

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Ausstattung

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Das Sondermodell Jeep® Renegade 75th Anniversary

Den Renegade gibt es sogar schon für ab 16.900 Euro. Unser Renegade ist natürlich ein Pressefahrzeug. Somit alles drin, was das SUV-Herz höher schlagen lässt. Das Sondermodell Jeep® Renegade 75th Anniversary:

  • Bronzefarbene Akzente (Dachreling in Bronze)
  • MySky Sonnendachsystem

und vieles mehr. Grundpreis 34.975 Euro*. Als Extras noch

Sonderlackierung

390,-

Technologie-Paket mit Totwinkel-Assistent, ParkView Rückfahrkamera, Parkassistent

690,-

Sicht-Paket mit Bi-Xenon-Scheinwerfer, Regensensor, Fahrlichtumschaltung automatisch, Fernlichtassistent

1.190

Alarmanlage

290,-

Endpreis

37.535,- Euro

Der Jeep Renegade im Alltag

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Platz satt…

Ein- und Aussteigen ist vielleicht für viele Jeep-Käufer ein Argument. Der Jeep Renegade steht so hoch, dass beim Aussteigen man kaum mit dem Fuß auf die Erde kommt. Pluspunkt. Platz satt für vier Handballer oder fünf „normale“ Menschen. Hinten gehen spielend vier Getränkekisten rein, wenn man stapeln möchte auch mehr. Die Kofferraumabdeckung ist schnell demontiert.

Übrigens, die Einparkautomatik funktioniert sehr gut. Die Parklücke war recht klein. Der Jeep Renegade hat das Einparken souverän gemeistert.

Und im Gelände?

Natürlich waren wir mit dem Jeep im Matsch, wobei wir erwähnen wollen, dass der Schlamm und der Waldboden keine echten Herausforderungen waren. Aber wie beim Glatteis, ist die Grenze zwischen beherrschbar und Abflug sehr klein. Auch im schweren Gelände kann man mit Allrad und allen Extras „stecken bleiben“. Das wollten wir uns ersparen.

Aber da der Jeep Renegade extrem hoch steht und alle Extras hat – wie die Optionen Schnee, Sand usw. – sind wir sicher, dass der Jeep Renegade auch extreme Situationen im Gelände meistert.

Im Gelände, auch wenn er nicht echt gefordert wurde, bekommt der Jeep Renegade die volle Punktzahl.

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Long-Run

Der Jeep Renegade ist mit seinen 1,6 Tonnen kein Leichtgewicht. Aber die 140 Pferde machen ihn auch zu keinem Hindernis auf der Autobahn. Geschwindigkeiten um die 130 km/h sind ideal, denn wenn man deutlich schneller fährt, hat der Jeep Renegade schon ziemlichen „Durst“.

Aber das ist auch logisch, denn hohes Gewicht, große Stirnfläche bedeuten hoher Kraftstoffverbrauch. Aber der Jeep Renegade will ja auch kein Sportwagen sein, sondern eher eine „Wühlmaus“.

Kraftstoffverbrauch

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Vorgabe des Herstellers innerorts / außerorts / Gesamt: 6,9 / 5,2 / 5,8

Vorgabe des Herstellers innerorts / außerorts / Gesamt: 6,9 / 5,2 / 5,8

Übernommen haben wir das Fahrzeug mit den Daten 345 km und 8,4 l/100 km. Das ist viel. Klar ist, der Jeep Renegade will keine Bestleistung im Abschnitt „Kraftstoffverbrauch“ abliefern. Weil zu schwer, zu viel Stirnfläche, Allrad. Aber wer mit einem leichten Gasfuß umgehen kann, kommt mit 5,5 l/100 km (eher selten) über die Runden. In der Regel haben wir aber deutlich über 6,5 l/100 km verbraucht.

Nicht ganz überzeugt hat uns die Funktionsweise der Start&Stopp-Anlage. Klar, spielen da einige Faktoren eine Rolle, wie Ladezustand der Batterie, Umgebungstemperatur, Temperatur des Motors. Aber in der Stadt ist der Jeep Renegade beim Ampelstopp nicht ausgegangen. Klar, Klimaanlage war aus!

So testen wir auf der a-om-Vergleichsrunde.

Modus 

Strecke [km]

Geschw. [km/h]

Verbrauch [l/100km]

aom-
Vergleichsrunde

55

58

7,0

Super-Spar

15

56

5,5

Landstraße sparsam

41

0

5,3

Landstraße sportlich

35

BAB sparsam

43

98

5,7

BAB normal

61

108

6,8

BAB Langzeit

407

101

7,4

Stadt

16

8,7

Pendler

30

7,5

1. Tankstopp

588

7,0

Testverbrauch nach 1.015 km, 7,1 l/100 km

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Garantie

4 Jahre Jeep-Garantie, nur alle 40.000 km zum Service.

Fazit

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Testverbrauch nach 1.015 km, 7,1 l/100 km

Wer nicht wirklich ins Gelände will und muss, der sollte den Jeep Renegade ohne Allrad testen. Den gibt es als Angebot für unter 19.000 Euro. Als Alternative haben wir ja hier auch den Fiat 500X vorgestellt. Wer ein richtiges „männliches“ Auto sucht, wer oft durch den Wald will (Jäger, Angler, Hüttenbesitzer auf 1.000 Meter), der wird die Marke Jeep lieben – und gern auch den einen Liter Diesel mehr investieren.

Als nächsten Fahrzeug stellen wir einen echten Exoten im positiven Sinn vor, den Hyundai IX35 (Fahrbericht Hyundai ix35 Fuel Cell). Was ist an dem denn exotisch? Ein echter SUV aus Korea. Stimmt, aber der fährt mit Wasserstoff. Wir sind sehr neugierig auf dieses nicht ganz preiswerte Fahrzeug und vor allem auf die Reichweite, denn die fehlende Tankstellendichte macht aus dem IX Fuel Cell ein „Abenteuer Auto“.

* Alle Preise ohne Gewähr, Stand: 11-2016

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Fotos © 2016 Redaktionsbüro Kebschull

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