Durch meine Brille – XPENG G6
Wer meinen Großvater kennt, weiß, dass mir die Begeisterung für Autos quasi in die Wiege gelegt wurde. Seit 4 Jahren fahre ich nun unfallfrei durch die Gegend und mein treuer Begleiter ist meist mein Volvo V40 Cross Country.
Vom Volvo- Diesel zum 475-PS-Raumschiff

Lisa van Zoest
Ich liebe die Zuverlässigkeit meines Diesels und das vertraute Brummen. Doch die Welt der Mobilität dreht sich weiter und während ich noch an der Zapfsäule stehe, fährt mein Großvater bereits lautlos davon.
Ich durfte dank ihm, schon viele Elektroautos fahren und dieses Mal sitze ich am Steuer eines „Riesen-Flitzers“: dem XPENG G6.
Kraftpaket mit 475 PS
Ein Kraftpaket mit 475 PS – für mich nur beliebige Zahlen bis man auf das Pedal drückt.
In diesem Bericht möchte ich nicht über technische Datenblätter schreiben, wie schnell der XPENG von 0 auf 100 km/h schießt oder wie viel Reichweite das Auto in der Theorie hat, das überlasse ich gerne dem Experten: meinem Großvater.

XPENG G6
Stattdessen möchte ich meine Erfahrung teilen, ohne Expertise. Beispielsweise wie ist das Interieur, wenn man im Alltag an analoge Knöpfe gewöhnt ist? Und wie ist das Fahrgefühl, wenn plötzlich kein Motor mehr brüllt?
Ich bin mit dem G6 circa 25 Kilometer gefahren und ich muss sagen, dass es riesigen Spaß gemacht hat. Das Erste, was einem beim Einsteigen ins Auge springt, ist der Bildschirm. Er dominiert das Cockpit, aber auf eine moderne, nicht störende Art.
Ich bin bei meiner Fahrt im Eco- Modus geblieben. Aber der G6 bietet noch drei weitere Modi, wie Komfort, Sport und Individual. Das coole dabei ist, dass man im Modus Individual nochmal ganz persönlich einstellen kann, wie sich die Servolenkung anfühlt, wieviel Power abgerufen wird oder wie das Bremspedal reagieren soll.
Wenn ich ein Elektroauto fahre, muss ich mich immer kurz an das „Abbremsen“ beim Gaswegnehmen gewöhnen. Aber keine Bedenken, nach ein paar Minuten hat man dafür ein Gefühl und diese Einstellung ist außerdem super geeignet, um Energie zurückzugewinnen.

XPENG G6
Irgendwie futuristisch

XPENG G6
Besonders fand ich das Lenkrad. Es hat eine ganz eigene, fast futuristische Form, die super in der Hand liegt. Und dann ist da auch noch die Lenkradheizung – ein Feature was man nicht vermisst, wenn man es nicht hat, aber sich dann freut, wenn es da ist.
Während der Fahrt habe ich mich nicht in dem großen Bildschirm verloren. Mein Fokus lag eher darauf, wie schnell ich fahre und wichtig natürlich: wie weit komme ich noch? Da war ich positiv überrascht. Bei einem Akkustand von 54% hatte ich noch eine Reichweite von 275 km. Das nimmt einem natürlich die Sorge, dass man alle paar Meter an die Steckdose muss.
Eine weitere Sicherheit, gibt einem die 360 Grad Kamera. Sobald man den Blinker setzt, sieht man auf dem Monitor alles, was um den “Riesen-Flitzer” passiert. Sogar bei dem Rückspiegel, ist natürlich neben dem einfachen Spiegel, eine Kamera integriert. Ich habe mich dennoch für die klassische Variante entschieden, da ich mich so sicherer im Verkehr fühle. Aber dies ist, genau wie vieles andere in dem Wagen auch, alles Einstellungs-/ und Gewöhnungssache.

XPENG G6: Anders aber sehr cool
Mein Fazit: Knopf drücken und fertig
Sogar das Aussteigen ist ein Highlight und anders als bei meinem Volvo: Man drückt auf einen Knopf, die Tür geht auf und man ist zurück in der Realität. Der XPENG G6 ist ein beeindruckendes Stück Technik.
Mit einem Preis von 51.600 € spielt er für mich als Studentin aktuell noch keine Rolle und ich bleibe ein Treuer Fan meines Volvos.
Aber die Erfahrung war wahnsinnig cool!
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Fotos © 2026 Redaktionsbüro Kebschull

XPENG G6: Laden mit über 300 kW







































































































































































































































































































