Auto-Jahresrückblick 2019 Teil 4

Porsche Cayman GT4

Startnummer drauf und los geht es – so könnte man es auf den Punkt bringen. Denn der Cayman GT4 ist ein reinrassiges Sportgerät mit hohem „Aufmerksamkeits-Faktor“. An dem Sportwagen ist nichts leise und unauffällig. Der kommt mit einem „fetten“ Spoiler daher und beim Fahren muss man feststellen: ist er zu hart, bis Du zu weich!
Als Markenbotschafter unterwegs
Wer im Porsche Cayman GT4 unterwegs ist, ist automatisch auch Porsche Markenbotschafter. Darf ich den mal fotografieren? Was, das ist doch ein 6-Zylinder? Wieviel schluckt der? Wie schnell ist der? Wow, und nach dem Start des Schauwunders kommt dann oft ein Daumen hoch. Aber nicht nur Kinder zeigen „ungebremst“ ihre Begeisterung über diesen genialen Porsche – auch ältere Boys im Teenager-Alter schauen, machen aber eher auf cool. So oder so, ob jung oder alt, Männer oder Frauen: er ist schon ein Blickfang.
- Fahrbericht – Porsche Cayman GT4 (Typ 718)
- Porsche Cayman GT4 Gallery 2019
- Test Porsche Cayman GT4 vs. 992 S

Audi S6 TDI

Der S6 ist als 2-Tonner zwar kein „Bruder Leichtfuß“, aber 700 Nm Drehmoment machen in jeder Situation „kurzen Prozess“. In 5 Sekunden auf Tempo 100 km/h und erst bei 250 km/h (abgeregelt) ist Schluss. Testverbrauch gerade mal 7,1 l/100 km.
Genial, die prädikativen Geschwindigkeitsregelung. Diese kennen wir schon vom Audi A5 g-tron und vom Volkswagen Arteon. Ein cooles Feature, was deutlich in Richtung teilautonomes Fahren geht. Man aktiviert den Tempomaten und fährt automatisch auf der Autobahn maximal 130 km/h – und der richtige vorgeschriebene Mindestabstand wird eingehalten. Auf der Landstraße „weiß“ der S6, wenn eine scharfe Kurve kommt. Dann verzögert er vor dieser Kurve und beschleunigt dann wieder auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Er verzögert auch, wenn eine T-Kreuzung oder ein Kreisverkehr kommt. Clever.
- Testverbrauch nach 1.614 km, 69 km/h, 7,1 l/100 km.
- Fahrbericht – Audi S6 TDI
- Audi S6 TDI

VW Passat Variant GTE

Laden in Osnabrück
Der VW Passat GTE startet immer im Elektro-Modus. Erst wenn man GTE aktiviert, schaltet der Verbrenner zu und der Elektromotor „hilft“, wenn es mal schnell gehen soll. Dass man so flüsterleise aus der Siedlung fährt, daran gewöhnt man sich schnell. Aber Achtung! Fußgänger hören nicht, dass ein Auto kommt – das kann zu einer gefährlichen Situation führen.
Wir haben uns den „Luxus erlaubt“, so oft wie möglich zu laden – auch zu Hause. Und wenn man mit leichtem Gasfuß unterwegs ist, kommt man mit dem GTE tatsächlich 42 Kilometer rein elektrisch weit. Das bedeutet, dass wir an einem E-Auto-Tag 79 km rein elektrisch gefahren sind.
Cooles Auto, topp verarbeitet, technisch ausgereift – schnell, wenn man will auch sparsam, wenn man oft elektrisch laden kann. Der Preis von etwa 65.000 Euro ist natürlich kein Schnäppchen, aber im Vergleich zum Audi S6 TDI (Fahrbericht – Audi S6 TDI) oder Volvo XC60 (Fahrbericht Volvo XC60 T8 Twin Engine) bezahlbar.
- Testverbrauch nach 1.153 km, 51 km/h, 3,2 l/100 km, 13,4 kWh/100 km.
- Fahrbericht – VW Passat Variant GTE

Citroën C5 Aircross

Der Citroën C5 Aircross folgt dem eigentlichen Mainstream: zwar ist er “kein echter SUV”, aber dennoch schön hoch – mit Platz für die ganze Familie. Hinten sitzt man auch bei einer stattlichen Größe ganz gut. Was will man mehr?
Derzeit (02-2020) testen wir den Ford Focus Combi mit 150 Diesel-PS. Dieser kostet 40.000 Euro, ähnlich wie der C5 Aircross mit fast 42.000 Euro. Es ist viel Geld, aber in beiden Fällen bekommt man auch viel Auto. Beim Kraftstoffverbrauch wird vermutlich der Ford Focus die Nase vorn haben, aber nach einem Testverbrauch von 1.614 km, 69 km/h, 6,5 l/100 km – da wollen wir mal nicht meckern.

Citroën C4 Spacetourer

Es ist kaum zu glauben, aber der Citroën C4 Spacetourer ist nicht nur ein 7-Sitzer (T)Raumschiff, sondern punktet auf der Minimal-Runde mit 4,5 l/100 km. Auch der Testverbrauch nach 2.153 km, 69 km/h, von 6,8 l/100 km kann sich sehen lassen. Der Citroën C4 Spacetourer punktet mit 32.770 Euro auch beim Preis.

Fazit

Man muss aber auch sagen: es gab keine Enttäuschung. Die kleiner „Rabauken“ VW Polo GTI und Ford Fiesta ST haben natürlich mir ihrer Bezahlbarkeit und Sportlichkeit überzeugt. Die beiden Jeeps waren im Gelände nicht zu schlagen. Und Honda war wie immer extrem gut motorisiert. Mit dem Hyundai Kona haben wir elektrisch schon mal in das Jahr 2020 hinein geschnuppert. Mit den Ladestationen in der Umgebung sind wir mittlerweile „per Du“. Auf ein tolles Jahr 2020.
Linktipps
- Fahrberichte – Das Autojahr 2019
- Autos Jahresrückblick 2019 (1)
- Auto Jahresrückblick 2019 Teil 2
- Auto Jahresrückblick 2019 Teil 3
Fotos © 2019 Redaktionsbüro Kebschull
