Fahrbericht (kurz) Atto 3 Evo
Den BYD Atto 3 hatten wir schon 2024 im Test. Unser erstes Testfahrzeug von BYD. Noch mit „fetter“ BYD Werbung (offizieller Partner der Fußball Euro2024) auf dem Fahrzeug. Jetzt kommt er als EVO. Mehr als ein Facelift?
Der erste Blick

Fabian Ulbrich
Auf jeden Fall. Ich ärgere mich oft, wenn da ein „neues“ Fahrzeug kommt und die haben nur eine neue Farbe im Programm und die Heckleuchten geändert. BYD hat beim Evo die Dinge ausgemerzt, die Kritikpunkte eingebracht. Er lädt jetzt mit 800-Volttechnik und 220 kW, was ein wichtiges Kriterium für oder gegen ein eAuto sein kann. Wir haben die Änderungen auf den Punkt gebracht:
Schneller, stärker, Lademonster
Kurz & knapp
- Ein größerer Akku und eine höhere Reichweite sind wesentliche Merkmale der umfassenden Aufwertung
- Dank Schnellladen mit bis zu 220 kW lädt der BYD ATTO 3 EVO seine Batterie in lediglich 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent
- Die Spitzenversion des SUV beschleunigt in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h
- Der größere Kofferraum mit 490 Litern Volumen und der 101-Liter-Frunk erleichtern das Familienleben
- Preise ab 990 Euro für die Design-Ausstattung und 50.990 Euro für die Allrad-Version Excellence
Der Atto 3 EVO startet bei 230 kW (313 PS) als FWD mit 380 Nm Drehmoment und ca. 500 km Reichweite (WLTP) bei 44.900 Euro. Wir fahren den „kleinen“ Atto 3 Evo Design. Das BYD das Fahrwerk sportlicher ausgelegt hat, mit einer verbesserten Mehrlenker-Hinterachse (Fünf-Lenker-Setup), wird wohl eher die „Sportwagenfahrer“ interessieren, denn mit 3,9 sec auf 100 km/h nimmt der Excellence es auch locker mit einem 3er BMW oder Porsche Boxster auf.

BYD Atto 3 Evo
Der erste Blick
Der BYD Atto 3 ist ja in Deutschland noch nicht so bekannt. Daher werden viele Menschen den Unterschied gar nicht bemerken. Aber… der Atto 3 ist sehr cool, wie gewohnt sehr gut verarbeitet und vor allem bei den wichtigsten Daten wie Reichweite und Ladeleistung deutlich verbessert. Gut gefällt uns der Heckdiffusor und die geteilte dritte Bremsleuchte.
Daten & Fakten
| Design | Excellence | |
| Motorbauart | Elektromotor | |
| Hubraum | – | |
| Emissionsklasse | A+ | |
| Antrieb | RWD | AWD |
| Leistung (PS / kW) | 230 / 315 | 330 / 449 |
| Drehmoment (Nm) | 380 | 560 |
| Verbrauch (WLTP, kWh/100 km) |
16–18 |
|
| Reichweite (km) | 500 | 470 |
| Batterie brutto / netto (kWh) | 76,0 / 74,8 | |
| Laden AC / DC (kW) | 11 / 220 | |
| Laden 10-80% (min) | 25 | |
| Leergewicht (kg) | 1.880 – 1.990 | |
| Anhängelast (kg) | 1.500 | |
| Kofferraum normal / umgeklappt (l) | 440 / 1.300 | |
| Beschleunigung 0-100 km/h (sec) | 5,8 | 3,9 |
| Höchstgeschwindigkeit (km/h) | 180 | 200 |
| Preis (Euro) | 44.990 | 50.990* |
| Förderung |
ja |
|
** Optional

BYD Atto 3 Evo in Blankenese
Dann mal los…

BYD Atto 3 Evo
Einsteigen und sich wohl fühlen. „Bums“ Tür zu, sattes Geräusch. So soll es ein. Den Blick rundum schweifen lassen. Hier wird an nichts gespart. Das kennen wir sogar von unserem kleinen Einsteigermodel BYD Dolphin Surf Comfort. Starttaste drücken. Wo ist die? „Versteckt“ in der Mittelkonsole. Das wird man hoffentlich mit einem OTA Update ändern. Das braucht keine eAuto. Einsteigen, auf D und losfahren.
Wir haben nur etwa eine Stunde Zeit, weil nicht nur Journalisten in Hamburg anwesend waren, sondern vermutlich Influencer und neugierige Gäste, vielleicht zukünftige BYD-Fahrer.
Natürlich reichen „nur“ 315 PS, denn wie schon oft erwähnt, reicht eine leichte eGas-Pedal Berührung – sogar im Modus ECO – um flott voranzukommen. Einmal kurz nach Blankenese und zurück hat uns überzeugen. Nach etwa 50 Minuten und 25 Kilometer geben wir das Fahrzeug mit einem Verbrauch von 14,0 kWh/100 km ab.

BYD Atto 3 Evo
Ausstattung (Auszug)
| Design | Excellence (zusätzlich) |
|
|

BYD Atto 3 Evo: Fahrtag in Hamburg
Preis
Der Preis ist heiß. BYD mischt den Markt in Deutschland mächtig auf!
| Design | Excellence | |
| Listenpreis (Euro) | 44.990 | 50.990 |
| BYD E-Bonus (Euro) | 10.000 | 11.000 |
| Staatliche Förderung maximal (Euro) | 6.000 | 6.000 |
| Endpreis (Euro) | 28.990* | 33.990* |
Wie lange es den BYD Bonus gibt ist unklar. Die Farbe Iris Blue ist kostenlos, alle anderen kosten 750,- Euro Aufpreis. Für Überführung und Anmeldung werden etwa 1.400 bis 1.500 Euro fällig. Die V2L-Box ist vermutlich kostenlos als Zubehör verfügbar. Für den BYD Dolphin Surf haben wir jetzt eine für ca. 160 Euro* bestellt.

BYD Atto 3 Evo
Fazit

BYD Dolphin Surf Boost im Test mit unserer Redakteurin Lisa van Zoest
Mit dem Atto 3 ist BYD ein großer Wurf gelungen. Geniales Auto, sehr gut verarbeitet, gute Daten wie Reichweite, Ladeleistung und – natürlich überzeugt auch der Preis. Klar, 30.000 Euro ist immer noch viel Geld, aber auch ein kleiner VW Polo (Trend) Benziner (TSI) startet bei 20.000 Euro. Als R-Line mit DSG ist man schon locker über 30.000 Euro.
Die Händlerdichte wird bis Ende 2026 auf 300 Stores ansteigen. Wir haben Stores in Rheine (Senger 20 km), Osnabrück (Weller 60 km), Bielefeld (Senger 100 km) und Dortmund (Senger 120 km). Ein eAuto muss nur alle 30.000 km und alle 2 Jahre zum Service.
Ausblick
Zurzeit ist der BYD Dolphin Surf Boost im Test. Danach kommt der BYD Atto 2, ebenfalls als Boost. Aber wir wollen auch die Verbrenner nicht vernachlässigen. Weiter geht es mit einem Toyota Aygo X 1,5 l Hybrid, gefolgt vom Toyota C-HR – 2,0 l Hybrid 4×2 Lounge CVT. Bei Toyota warten wir natürlich auf den elektrischen C-HR+ und den Urban Cruiser, der gerade für knapp unter 30.000 Euro angeboten wird.
*Preise ohne Gewähr, Stand 03-2025
Linktipps
- BYD Atto 3 EVO
- Fahrbericht – BYD Atto 3
- Durch meine Brille: BYD Dolphin Surf Boost
- Fahrbericht – BYD Dolphin Surf Comfort
- Fahrbericht – BYD Sealion 7
- Fahrbericht (kurz) BYD Atto 2
Fotos © 2025-2026 Redaktionsbüro Kebschull

BYD Atto 3 Evo








































































































































































































































































































