(1) Autokauf 2021 – Einstieg

Autokauf – gegen den Trend?


Verbrenner oder eAuto?

Unsere Zunkunft? e-up! trifft auf Raps
Seit über vier Jahren testen wir nun auch eAutos. Vom VW e-up! (2017) mit 120 Kilometern Reichweite bis zum Porsche Taycan Turbo. Sogar eAutos als LKW haben wir getestet; beispielsweise den Mercedes-Benz eSprinter und den Fuso eCanter (FUSO eCanter Driving Experience).
Nach den ersten Fahrten mit dem VW e-up! (mit nur 120 Reichweite!) und teilweise „schwitzigen“ Fingern – stellte sich oft die Frage: „reicht denn auch die Reichweite?“ Dann kamen die Erfahrung und ein gewisses Sicherheitsgefühl. Mit dem VW e-Golf legten wir die erste lange Strecke zurück mit dem Projekt: „450 km an einem Tag – mit der ganzen Familie“. Hat es geklappt? Das hat es – aber es war auch sehr gut vorbereitet.
Mit der größeren Reichweite der Fahrzeuge von mehr als 400 Kilometern und Fahrten nach Frankfurt (400 km) bis Stuttgart (500 km, Polestar 2), Urlaub in Heiligenhafen (400 km, Volvo XC40 Recharge), war klar: das nächste Auto wird ein Elektrofahrzeug.

Qual der Wahl
Mit dem Thema Welches eAuto ist ideal für mich? haben wir uns ja schon beschäftigt. Wir fahren auch nicht jede Woche nach Stuttgart und zurück, aber dennoch sind wir relativ oft (einmal im Monat) lange unterwegs und bestreiten Strecken von 400 Kilometern und mehr. Daher sind die Forderungen für eine Reichweite von 400 Kilometern und hoher Ladeleistung extrem wichtig.

Polestar 2: Wie ist der Verbrauch im Vergleich zum Winter?
Der Preis sollte so um die 50.000 bis maximal 60.000 Euro liegen. Mit in die Berechnung fließt die Umweltprämie von etwa 9.000 Euro ein. Wichtig ist, weiterhin die 0,25-Prozent Regelung zu beachten.
Wenn man sich dann am Markt umschaut, passen die Fahrzeuge Polestar 2, Ford Mustang Mach-E, Audi Q4 e-tron, Mercedes-Benz EQA, Volvo XC40 Recharge (2WD), Hyundai Kona Elektro, VW ID.3, BMW i4 und „last but not least“ der IONIQ 5.
Das Gute an der Planung für unsere Entscheidung ist: wir haben jedes Fahrzeug nicht nur 30 Minuten als Probefahrt gehabt, sondern mehrere Stunden, ein Wochenende oder gar zwei Wochen im Test. Eine interessante Erfahrung: im Winter verlieren die eAutos mal locker 20 Prozent an Reichweite. Da kann man mit noch so einem leichten eGas-Fuß unterwegs sein (s.a. Vergleichstest Polestar 2: Sommer vs. Winter).
Von BMW haben wir leider nur den BMW i3, Mini Cooper Elektro und den BMW iX3 testen können. Den BMW i4 stellen wir vermutlich erst im November 2021 in einem Kurztest vor.

Was ist mit Tesla?

Ein Kollege, eigentlich ein echter „Petrolhead“, plant, ein Model 3 zu kaufen. Wer weiss, ob das gut geht? Er ist nämlich Ingenieur und Schrauber und hat auch schon die Hinterachse des Audi Q7 zerlegt. Sie hören es heraus: er ist ein wahrer Kritiker (und das ist super positiv gemeint). Aber, oh Wunder: das erste Model 3 benötigte nur zwei bis drei kleine Nachbesserungen; Nummer 2 und 3 waren sogar fehlerfrei. Sie lesen richtig: nachdem mein Kollege sich das Model 3 Standard Range (SR) zugelegt hat, bekam er danach den Long Range (LR) und im Moment fährt er den Performance. Das Model 3 muss ich mir also genauer anschauen (Fahrbericht (kurz) Tesla Model 3 LR).

Fazit

Kompliziert wird die ganze Aktion noch, weil sich viele neue eAuto-Kunden mit dem Thema nicht so genau auskennen. Oft werden die Autokäufer auch negativ beeinflusst – teilweise durch schlechte Pressearbeit, auch in den öffentlich rechtlichen Sendern (s.a. Elektro-Auto-Test mit Experte Gerd Kebschull (jetzt auf YouTube). Im nächsten Teil wollen wir weitere Entscheidungskriterien beleuchten.
Linktipps
- (1) Autokauf 2021 – Einstieg
- (3) Autokauf – Entscheidung
- (2) Rückblick 2020 – Elektroautos
- Fahrberichte – Übersicht Elektroautos
Fotos © 2021 Redaktionsbüro Kebschull
