IMG 3163 e up 150Volkswagen ist eine Gewinnerfirma. Auch wenn mal die Lage schlecht ist, reicht es am Ende immer noch für einen satten Gewinn. In Sachen Elektromobilität werden die Karten neu gemischt. 6,3 Millionen verkaufte Einheiten sind eine Erfolgsgeschichte.

 

Noch läuft es gut bei VW, sehr gut

  • Steigerung auf 6,3 Mio. Auslieferungen in 2019 trotz rückläufigem Gesamtmarkt
  • Operative Marge vor Sondereinflüssen auf 4,3 Prozent gesteigert
  • Start der zweiten Phase der Strategie TRANSFORM 2025+ mit Fokus auf Zukunftsthemen E-Mobilität und Digitalisierung
  • COO Ralf Brandstätter: „2019 war ein erfolgreiches Jahr für die Marke Volkswagen. Wir haben erfolgreich an allen großen Themen gearbeitet. Unsere Strategie greift.“
  • Ausblick auf die laufende Geschäftsentwicklung ist durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise erschwert

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Die Marke Volkswagen Pkw geht gestärkt in die nächste Phase ihrer Transformation. In einem rückläufigen Gesamtmarkt hat die Kernmarke des Volkswagen Konzerns im vergangenen Jahr mit 6,3 Millionen Einheiten so viele Fahrzeuge ausgeliefert wie nie zuvor. In allen wichtigen Märkten konnte Volkswagen Marktanteile hinzugewinnen. Wesentlicher Treiber war die Modelloffensive mit Zuwächsen, insbesondere im margenstarken SUV-Segment beim T-Cross, T-Roc und Atlas. Mit über 700.000 verkauften Fahrzeugen war der Tiguan erneut der Welt-Bestseller der Marke. Er zählt, ebensowie der Golf, zu den zehn am häufigsten verkauften Autos weltweit.

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Markterfolg

Der Markterfolg spiegelt sich auch in weiter deutlich verbesserten Geschäftszahlen wider: Der Umsatz der Marke stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 88,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen legte um 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu. Die operative Rendite stieg auf 4,3 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent) und lag damit im prognostizierten Zielkorridor von 4 bis 5 Prozent. Aus der Dieselthematik ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie im Jahr zuvor, Sondereinflüsse in Höhe von 1,9 Milliarden Euro.

„2019 war ein erfolgreiches Jahr für die Marke Volkswagen. Unsere Produkte begeistern Kunden weltweit. Wir haben erfolgreich an allen großen Themen gearbeitet. Unsere Strategie greift. Wir liefern, was wir versprochen haben“, sagte Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen. „2020 stehen wir vor großen Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Mit den guten Ergebnissen des letzten Jahres im Rücken, können wir dieser Krise aber mit Mut und Zuversicht begegnen. Volkswagen ist ein starkes Unternehmen, mit einer starken Mannschaft. Was wir leisten können, wenn wir zusammenhalten, haben wir schon oft eindrucksvoll bewiesen“, so Brandstätter weiter.

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Strategie „TRANSFORM 2025+“ in der Spur

DB2020AU00173 large 350Einen substanziellen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen liefert der Zukunftspakt. Von den geplanten 3,0 Milliarden Euro Kosteneinsparungen pro Jahr wurden bis Ende 2019 bereits 2,7 Milliarden Euro realisiert – mehr, als geplant. Die Beschäftigung wurde sozialverträglich um mehr als 10.900 Stellen reduziert. In Zukunftsfeldern hat Volkswagen mehr als 4.500 neue Arbeitsplätze geschaffen, etwa in der Digitalisierung oder der Elektromobilität.

Ihre SUV-Offensive hat die Marke konsequent umgesetzt. Die Anzahl der SUV-Modelle ist von vier im Jahr 2016 auf inzwischen 14 gestiegen. Der SUV-Anteil liegt in Europa mittlerweile bei 37 Prozent, in den USA sogar bei über 50 Prozent. Durch die Anpassung des Produktportfolios und ein konsequentes Kostenmanagement macht Volkswagen auch sehr gute Fortschritte beim Turnaround in den Regionen.

Ralf Brandstätter: „Die erste Phase der Strategie ‚TRANSFORM 2025+‘ haben wir erfolgreich abgeschlossen. In der zweiten Phase machen wir Volkswagen nun zur Nummer 1 der E-Mobilität. Und wir wandeln uns zu einem digitalen Tech Unternehmen.“

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2020: Schlüsseljahr für die E-Offensive der Marke

DB2019AL02069 350Trotz der aktuellen Situation rund um die Corona Krise startet Volkswagen in die zweite Phase der Strategie „TRANSFORM 2025+“. Damit beginnt für die Marke eine neue Ära. Die großangelegte E-Offensive wird nun auch auf der Straße sichtbar. Der ID.3, das erste auf der neuen Elektro-Plattform MEB basierende reine E-Auto, soll laut Plan ab Sommer an Kunden ausgeliefert werden. Darauf folgt mit dem ID.4 das erste vollelektrische SUV der Marke. Die weitere Elektrifizierung unseres konventionellen Portfolios wird unser Angebot zusätzlich ergänzen.

Volkswagen macht sich damit auf den Weg zur emissionsfreien Mobilität für alle. Bis 2022 wird die Marke E-Autos auf MEB-Basis in allen wesentlichen Fahrzeugsegmenten anbieten. Bis 2025 sollen mindestens 1,5 Millionen E-Autos pro Jahr verkauft werden. Langfristiges Ziel ist die vollständige Dekarbonisierung der Flotte und des Unternehmens bis 2050. Im laufenden Jahr soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Flotte um 25 Gramm pro Kilometer reduziert werden. Die Marke ist zuversichtlich, die für 2020 geltenden Grenzwerte in der EU einzuhalten.

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Volkswagen wandelt sich zum softwaregetriebenen Tech-Unternehmen

Neben der Elektrifizierung wird die Marke in den kommenden Jahren auch die Digitalisierung mit Nachdruck weiter vorantreiben. Im Fokus stehen dabei zwei Kernbereiche: die Umsetzung der Roadmap Digitale Transformation sowie der Aufbau der Car.Software-Organisation.

Nach dem Auslaufen des Zukunftspakts ist die Roadmap Digitale Transformation das Anschlussprogramm, um die Marke fit zu machen für das digitale Zeitalter. So sollen neue Digital-Kompetenzen aufgebaut werden und die Organisation in allen Bereichen schneller, schlanker und wettbewerbsfähiger werden. Bis 2023 sollen auf diese Weise in der Verwaltung bis zu 4.000 Stellen wegfallen. Gleichzeitig sind 2.000 neue Digital-Arbeitsplätze geplant.

Ein Teil der neuen Jobs entsteht in der neuen Car.Software-Organisation, mit der die Marke Konzernverantwortung für den Bereich Fahrzeug-Software übernommen hat. In der neuen Einheit werden alle Software-Aktivitäten vom Betriebssystem im Auto über digitale Ökosysteme bis hin zu neuen Mobilitätsdiensten gebündelt. In einem ersten Schritt wurden bereits rund 3.000 Digitalexperten zusammengezogen. Bis 2025 sollen mehr als 10.000 Software-Ingenieure in der Einheit arbeiten.

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Finanzieller Ausblick für 2020 abhängig von Dauer und Verlauf der Corona-Krise

Der Ausblick auf die laufende Geschäftsentwicklung ist durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise erschwert. Durch die zunehmend herausfordernde und dynamische Situation im Bereich der Zulieferer und Logistik kann eine stabile Versorgung der Werke nicht mehr dauerhaft gewährleistet werden. Gleichzeitig zeichnet sich ein rückläufiger Absatz in Europa ab. Die Marke Volkswagen wird deshalb die Produktion in den europäischen Werken für zunächst voraussichtlich zehn Werktage aussetzen.

Alexander Seitz, Finanzvorstand der Marke Volkswagen, sagte: „Die Corona-Krise ist beispiellos und wird ohne Zweifel einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Marke Volkswagen haben. Wie groß die Auswirkungen sind, können wir heute noch nicht abschätzen. Wir werden alles tun, um unsere Mitarbeiter zu schützen und unser Geschäft zu stabilisieren. Wir beobachten die Situation sehr genau und werden – wo immer nötig – Maßnahmen ergreifen, um die negativen Effekte so gering wie möglich zu halten. Volkswagen hat in der Vergangenheit bewiesen, dass dieses Team mit schwierigen Situationen umgehen kann.”

Kennzahlen der Marke Volkswagen Pkw Gesamtjahr 2019

 

2019

2018

 

%Auslieferungen (Tsd. Fzg.)

6.278

6.245

+ 0,5

Umsatz (Mio. €)

88.405  

84.585   

+ 4,5

Operatives Ergebnis vor
Sondereinflüssen (Mio. €)

3.785

3.239

+ 16,9

Operative Umsatzrendite (in %)   

4,3

3,8

+ 0,5

Netto-Cashflow vor
Sondereinflüssen (Mio. €)

2.827

-446

 

Kommentar

1 TTDU5775 350Corona wird vermutlich die Auslieferung vom ID.3 verzögern. Menschenleben sind wichtiger als Termintreue. Wie lange dauert Corona? Ein Monat, ein Jahr oder gar zwei Jahre - bis alles wieder rund läuft? Und wie geht es weiter nach Corona? Business as usual?

Sehr schwierig zu beantworten. Sicher ist, dass jeder Hersteller die Elektroautos braucht, um die Vorgaben der EU einzuhalten. Sonst drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe. 14,5 Milliarden Strafe ab 2021? Wer soll das bezahlen. Was keiner will, aber daran kann die EU zerbrechen.

Wir versuchen auf "Normalität" zu machen. Zurzeit testen wir den genialen Caddy Maxi als TDI (#CNG). Mitte April ist der VW T-Cross im Test, Anfang Juni kommt dann der Golf 8. Im Herbst vielleicht der ID.3. Aber was nützt die beste Planung in Zeiten von Corona!

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Fotos © 2018-20019 Volkswagen, Redaktionsbüro Kebschull

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