Für Audi war es bei neun Einsätzen bereits der siebte Sieg beim französischen Langstrecken-Klassiker. Gleichzeitig sorgte Audi für den 25. Le Mans-Sieg eines deutschen Automobilherstellers. Am kommenden Wochenende fährt Allan McNish mit dem Le Mans-Siegerwagen beim "Festival of Speed" in Goodwood. Auch die Zuschauer auf dem Norisring können den revolutionären Diesel-Sportwagen von Audi live erleben: Frank Biela dreht am Sonntag um 13:10 Uhr kurz vor dem Start des DTM-Rennens mit dem R10 TDI Demorunden.
 

Fakten und Zahlen zum Erfolg in Le Mans:

 
250.920 Zuschauer verfolgten die 75. Auflage der 24 Stunden von Le Mans vor Ort – ein neuer Rekord.
 
Der in Le Mans siegreiche Audi R10 TDI hatte die Chassisnummer 202. Dieses Fahrzeug gewann im März bereits das 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA), spulte anschließend weitere zwölf Stunden in Sebring ab und absolvierte im April einen 30-Stunden-Test in Paul Ricard (Frankreich).
 
Mit dem siebten Sieg – bei nur neun Teilnahmen – schob sich Audi in der ewigen Bestenliste von Le Mans auf den dritten Platz nach vorne. Mehr Le Mans-Siege haben nur Porsche (16) und Ferrari (9).
 
Emanuele Pirro stand in Le Mans zum neunten Mal in Folge auf dem Podium.
 
Frank Biela und Emanuele Pirro feierten jeweils ihren fünften Sieg in Le Mans. Damit liegen sie in der ewigen Bestenliste hinter Tom Kristensen (sieben Siege) und Jacky Ickx (sechs) gemeinsam mit Derek Bell auf Rang drei. Für Marco Werner war es der dritte Le Mans-Sieg in Folge.
 
Das Durchschnittsalter des Siegerteams lag bei 43 Jahren – ein Beweis dafür, dass in Le Mans auch Routine gefragt ist.
 
Für das Team von Reinhold Joest war es bereits der neunte Le Mans-Triumph. Damit ist es das mit Abstand erfolgreichste Le Mans-Team.
 
Reifenpartner Michelin feierte seinen zehnten Le Mans-Sieg in Folge.
 
Das Siegerfahrzeug absolvierte insgesamt 369 Runden (elf weniger als im vergangenen Jahr). Dies entspricht einer Distanz von 5.029,101 Kilometern und einem Schnitt von 209,152 km/h.
 
Inklusive dem zweiten Qualifying und dem Warm-up lief der V12 TDI-Motor im Heck des siegreichen R10 TDI mehr als 5.600 Kilometer ohne das geringste technische Problem.
 
Während des Rennens gab es – abgesehen von den Reifenwechseln – für den Siegerwagen nur drei außerplanmäßige Boxenstopps: Um 21:56 mussten nach einer Kollision mit einem GT1-Fahrzeug der Heckflügel und die Heckhaube gewechselt werden. Eine Runde später kam der R10 TDI noch einmal an die Box, weil bei der Kollision die Sicherung für die Rückleuchten herausgesprungen war. Um 06:23 Uhr musste die Fronthaube nach dem Einschlag eines großen Steins gewechselt werden.
 
Insgesamt kam der siegreiche Audi R10 TDI während des Rennens 36 Mal an die Box. Meistens wurde dabei nur nachgetankt und die Reifen gewechselt (16 Mal). Insgesamt stand das Fahrzeug lediglich 23 Minuten und 25 Sekunden an der Box.
 
In der Regel kamen die Audi Piloten alle zwölf Runden zum Nachtanken an die Box. Der Verbrauch lag bedingt durch die schnelleren Rundenzeiten im Schnitt bei 42,19 Liter Shell V-Power Diesel.
 
Die schnellste Rennrunde (3.27,176 Minuten = 236,825 km/h) fuhr Allan McNish mit dem Audi R10 TDI mit der Startnummer 2 am Sonntagmorgen um 5:39 Uhr.