24 Stunden von Le Mans, LMP1 – Rennen nach 14 Stunden

Porsche kämpft in Le Mans um die Spitze

3M16 2431In den frühen Morgenstunden kämpft der Porsche 919 Hybrid Nummer 2 von Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) mit dem Toyota Nummer 6 um die Führung in Le Mans. Es hat sich ein spannendes Fernduell mit vielen Führungswechseln entwickelt, weil beide Fahrzeuge in unterschiedlichen Intervallen tanken. Der 919 mit der Startnummer 1 kehrte um 1:56 Uhr mit Brendon Hartley am Steuer auf die Strecke zurück. Ein über zweieinhalbstündiger Austausch der Wasserpumpe und die Reparatur eines Folgeschadens hat den Rennwagen mit 39 Runden Rückstand auf die 53. Position zurückgeworfen. Um fünf Uhr morgens belegte das Auto bereits wieder Rang 46.

Wie das Rennen bisher verlief:

Romain Dumas saß seit 00:13 Uhr am Steuer des 919 Hybrid Nummer 2. Seinen ersten Tankstopp legte der Zweitplatzierte nach 156 Runden um 01:00 Uhr während einer Safety-Car-Phase ein und erhielt dabei auch neue Rennreifen von Michelin, da er am Ende der Boxengasse ohnehin auf das zweite Führungsfahrzeug warten musste. Der Zeitverlust durch die rote Ampel am Boxenausgang warf ihn auf Rang drei zurück. Als das Rennen um 01:25 Uhr wieder freigegeben wurde, holte sich der Franzose den zweiten Platz unverzüglich zurück. Diese Position konnte er nach einem Tankservice um 2:06 nach 171 Umläufen behaupten. Einen weiteren Tankstopp legte Dumas nach 184 Runden um 02:53 Uhr ein, bevor er seinen Vierfachstint nach 197 Runden um 03:38 Uhr beendete und den Porsche an Marc Lieb übergab. Lieb tankte nach 210 Runden erstmals nach und musste nach 215 Runden wegen Reifendruckverlust vorzeitig zum Reifenwechsel.

Der weit zurückliegende Porsche mit der Nummer 1 tankte in der 144 und 157 Runden. Nach 169 Umläufen übergab Hartley um 04:13 Uhr an Mark Webber.

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Stimmen

Brendon Hartley (26, Neuseeland):

(4 Teilnahmen, Gesamtzweiter 2015)

„Es ist enttäuschend, dass wir so viel Zeit verloren haben, aber das Team arbeitet unheimlich hart und rettet, was zu retten ist. Es geht jetzt darum, das Auto ins Ziel zu bringen und WM-Punkte zu holen. Anfangs hatten wir Pech mit Gelbphasen, aber wir waren im Spitzenkampf. Das heute aufgetretene Problem hat sich nie zuvor gezeigt. Nach unseren guten Dauertests waren wir sehr zuversichtlich für das Rennen. Motorsport kann manchmal grausam sein. Es wird eine Weile brauchen, um das zu verdauen. Aber jetzt geben wir erst einmal alles.“

Romain Dumas (38, Frankreich):

(15 Teilnahmen, Gesamtsieg 2010, 3. Platz 2007, 5. Platz 2015, GTE-Klassensieg 2013)

„Ich bin einen langen Vierfachstint gefahren. Wegen einer langen Safety-Car-Phase war es zwischendurch etwas langweilig. Unmittelbar bevor das Safety Car auf die Strecke ging, mussten wir tanken – und dann war der Boxenausgang geschlossen. Das hat uns etwa eine Drittelrunde gekostet. Für unser Team ist es sehr schade, dass wir ein Problem mit dem anderen Auto hatten. Unseres lässt sich sehr schön fahren, wir geben weiterhin alles. Es ist noch ein langer Weg.“

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Fotos © 2016 Porsche Motorsport

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