IMG 7483 eActros 150Mercedes-Benz Trucks bietet im Rahmen sener „Driving Experience“ in Wörth am Rhein internationalen Journalisten die Möglichkeit, den schweren batterieelektrischen Verteiler-Lkw eActros sowie das Fernverkehrs-Flaggschiff Actros L hautnah im praxisnahen Fahreinsatz zu erleben.

 

Der neue eActros, großer Truck mit Reichweite

  • Der eActros punktet auf der Strecke durch kraftvolle Beschleunigung, reichweitensteigernde Rekuperation und ruhiges Fahrverhalten
  • eActros ist Teil einer integrierten Gesamtlösung samt umfassendem eConsulting und intelligenter digitaler Lösungen
  • eActros und Actros L verfügen seit April 2022 über zweite Generation der MirrorCam
  • 1 IMG 7518 BatterienDie ab Oktober 2022 verfügbare dritte Generation des Nutzfahrzeugmotors OM 471 macht den Actros L noch dynamischer und senkt dabei den Kraftstoffverbrauch um bis zu vier Prozent
  • PowerShift Advanced und Top Torque sorgen im Actros L für hohen Fahrkomfort
  • Karin Rådström, CEO Mercedes-Benz Trucks: „Das große Interesse an unserer eActros-Fahrveranstaltung in Wörth ist ein weiterer Beleg für den Zuspruch, den die E-Mobilität von Kundenseite bereits erfährt. Die Kunden senden damit ein starkes Signal an alle Akteure, nun zügig und mit vereinten Kräften immer mehr Elektro-Lkw auf die Straße zu bringen, Ladeinfrastruktur auszubauen und Kostenparität zu schaffen.“

Trotz unterschiedlicher Antriebe: Beide Fahrzeuge eint neben High-Tech und zahlreichen Innovationen vor allem die Tatsache, dass Transportunternehmen mit ihnen ihre täglichen Aufgaben effizient meistern und den Fahrern zugleich sichere, komfortable und dynamische Lkw zur Verfügung stellen können. Im Anschluss der „Driving Experience“ richtet der Hersteller eine mehrwöchige Kundenveranstaltung für insgesamt rund 1.000 Teilnehmern aus ganz Europa zu zentralen Aspekten der Elektromobilität wie Infrastruktur, Services und E-Lkw aus.

Karin Rådström, CEO Mercedes-Benz Trucks: „Das große Interesse an unserer eActros-Fahrveranstaltung in Wörth ist ein weiterer Beleg für den Zuspruch, den die E-Mobilität von Kundenseite bereits erfährt. Die Kunden senden damit ein starkes Signal an alle Akteure, nun zügig und mit vereinten Kräften immer mehr Elektro-Lkw auf die Straße zu bringen, Ladeinfrastruktur auszubauen und Kostenparität zu schaffen.“

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Eindrucksvolles Fahrerlebnis mit dem eActros

IMG 7525 Mirror h 250Einsteigen, anschnallen, Startknopf drücken, losfahren – und man hört im eActros quasi nichts außer dem Kompressor, dem Abrollgeräusch der Reifen und dem Wind. Allein schon diese erste Erfahrung vermittelt einen Eindruck von der Faszination des batterieelektrisch betriebenen Serien-Lkws, den Mercedes-Benz Trucks speziell für den schweren Verteilerverkehr konzipiert hat. Unterwegs auf Bundes- und Landstraßen mit unterschiedlicher Topographie sowie durch Ortschaften hindurch fällt unmittelbar das entspannte Dahingleiten auf, Schalt- beziehungsweise Zugkraftunterbrechungen spürt der Fahrer kaum. Über den gesamten Drehzahlbereich stellen die Elektromotoren das gleiche hohe Drehmoment zur Verfügung, die kraftvolle Beschleunigung macht sich in jeder Verkehrssituation bemerkbar. Und selbst unter Volllast bleibt das Geräuschniveau in der Kabine auf vergleichsweise geringem Niveau.

Während der Fahrt lässt sich jederzeit verfolgen, wie nachhaltig der eActros seine Energie mithilfe der intelligenten Rekuperation nutzt. Denn bei jedem Bremsvorgang – oder durch aktives Betätigen des Lenkstockhebels in der Rollphase – wandelt der Elektromotor die Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Die so gewonnene Energie wird in die Batterien des eActros zurückgeführt und sorgt damit für eine höhere Reichweite. Positiver Nebeneffekt: Durch Rekuperation werden die Bremsen des eActros weniger beansprucht. Situationsabhängig kann der Fahrer zwischen fünf verschiedenen Bremsstufen wählen. Ganz nach Wunsch lässt sich im digitalen Cockpit auf dem Touchscreen auch das One-Pedal-Driving aktivieren – also die Verzögerung per Rekuperation ohne Betätigung der mechanischen Bremse. So kann sich der Fahrer komplett auf den Verkehr konzentrieren und muss sich nicht mit der Technik befassen. Über den Ladezustand der Batterien, die verbleibende Reichweite sowie den aktuellen und durchschnittlichen Energieverbrauch in kWh pro 100 Kilometer informiert kontinuierlich eine Anzeige des im eActros serienmäßig verbauten Multimedia-Cockpits Interactive.

Stichwort Energie: Die Batterien des eActros bestehen wahlweise aus drei (eActros 300) oder vier Batteriepaketen (eActros 400), die jeweils eine installierte Kapazität von 112 kWh[1] und eine nutzbare Kapazität von rund 97 kWh[2] bieten. Mit vier Batteriepaketen hat der eActros 400 eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern[3]. Technologisches Herzstück des Elektro-Lkw ist die Antriebseinheit, eine elektrische Starrachse mit zwei integrierten Elektromotoren und Zwei-Gang-Getriebe. Die beiden flüssigkeitsgekühlten Motoren generieren eine Dauerleistung von 330 kW sowie eine Spitzenleistung von 400 kW. Laden lässt sich der eActros mit bis zu 160 kW: Drei Batteriepakete benötigen an einer üblichen DC-Schnellladesäule mit 400 A Ladestrom etwas mehr als eine Stunde, um von 20 auf 80 Prozent geladen zu werden[4].

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Intelligente digitale Lösungen für noch effizientere Nutzung

Um das Beste aus dem eActros herauszuholen, Zeit und Aufwand zu sparen und den Umstieg auf die E-Mobilität so einfach wie möglich zu gestalten, gibt Mercedes-Benz Trucks seinen Kunden über das Fleetboard Portal eine ganze Reihe digitaler Lösungen an die Hand. Dazu zählt beispielsweise ein individuell ausgearbeitetes Charge Management. Es bietet volle Transparenz über den Ladeprozess für die Infrastrukturanlagen eines Kunden und ermöglicht es mit Hilfe von Transaktionshistorien, die Kosten zu verwalten. Darüber hinaus lassen sich Ladevorgänge besser planen, um die Auslastung der Ladestationen zu maximieren, ebenso können über das Charge Management Ladevorgänge von überall aus gestartet und gestoppt werden.

3 IMG 7535 ladenEine weitere digitale Lösung ist das Mapping-Tool, das die Backoffice-Mitarbeiter in Transportunternehmen in die Lage versetzt, im Bedarfsfall schnell auf jeweils aktuelle Fahrzeugzustände zu reagieren. Denn das Tool zeigt in Echtzeit an, wo sich ein Fahrzeug gerade befindet, ob es fährt, steht oder lädt, wie hoch der Ladezustand der Batterie ist und welche Reichweite noch zur Verfügung steht. Dazu kommt als weiteres Tool ein Logbook mit detaillierten Angaben etwa zu Fahr-, Stand- und Ladezeiten, Gesamtgewicht, gefahrenen Kilometern, Tourenverlauf, Topographie, Temperatur sowie Ab- und Zunahme des Ladezustands der Batterie. Damit sind Fuhrparkmanager in der Lage, im Nachgang jeden einzelnen eActros im Unternehmen nachzuverfolgen, um so im Gespräch mit dem Fahrer oder Disponenten die Nutzung zu optimieren und auf diese Weise ihre Elektro-Lkw bestmöglich in den Tagesablauf zu integrieren.

Im Hinblick auf den optimalen Fahrzeugeinsatz ist für den eActros auch der Servicevertrag Mercedes-Benz Complete verfügbar. Das umfangreiche Leistungspaket deckt Werkstattarbeiten für Wartung und Reparatur des Gesamtfahrzeugs sowie des Antriebsstrangs inklusive Verschleißteile ab. Mit im Servicevertrag enthalten ist dabei immer die intensive Kundenbetreuung durch Mercedes-Benz Uptime. Das intelligente System erfasst alle relevanten Fahrzeugdaten vom Reifendruck über den Motor bis hin zum Batteriezustand. In diesem Zusammenhang wurde Mercedes-Benz Uptime bereits um mehr als 100 e-spezifische Regeln erweitert, die zum Beispiel Ladevorgänge oder etwa Spannungsverläufe im Zusammenhang mit der Hochvoltbatterie kontinuierlich überwachen. Darüber hinaus sind die Informationen über das neue cloudbasierte Kundenportal verfügbar. Durch die Vernetzung von Fahrzeug, Mercedes-Benz Service und Transportunternehmen werden Werkstattaufenthalte planbarer und unvorhergesehene Ausfälle können deutlich reduziert werden.

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Kompetente Beratung für maßgeschneiderte E-Mobilität

IMG 7516 Ladesaeuler h 250Unabhängig von der Antriebstechnologie muss sich jede Investition in ein Nutzfahrzeug für Transportunternehmen im Alltag rechnen. Darüber hinaus gilt es, speziell im Zusammenhang mit vollelektrischen Lkw, eine ganze Reihe von Fragen im Vorfeld zu klären: Auf welchen Strecken kann ich E-Fahrzeuge einsetzen? Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur aus? Mit welchen baulichen Maßnahmen und Investitionen muss man fürs Depot-Laden rechnen? Umso wichtiger ist es deshalb, den Kunden nicht nur einen E-Lkw zu verkaufen, sondern sie auch auf dem Weg in die Elektrifizierung ihres Fuhrparks zu begleiten. Schließlich ist E-Mobilität mehr als nur ein neuer Antrieb. Genau deswegen hat Mercedes-Benz Trucks den eActros in ein geschäftliches Ökosystem integriert, das auch Beratungsangebote für eine hohe Fahrzeugnutzung und Optimierung der Total Cost of Ownership umfasst.

So wird zum Beispiel anhand bestehender Fahrstrecken ein möglichst realistisches und aussagekräftiges Nutzungsprofil von elektrischen Lkw für den jeweiligen Kunden ermittelt. Ebenfalls Bestandteil des sogenannten eConsulting sind neben der Elektrifizierung des Betriebshofs auch – je nach Kundenwunsch – alle Fragen der Planung, Beantragung und Umsetzung rund um die Ladeinfrastruktur sowie die Netzanbindung. Mercedes-Benz Trucks hat hierfür eigens eine strategische Partnerschaft mit Siemens Smart Infrastructure und ENGIE geschlossen. Auf Wunsch gibt es auch Hilfestellung bei der Identifikation möglicher öffentlicher Förderungen von Infrastruktur und Fahrzeugen.

Beim „Driving Experience“-Event geht Mercedes-Benz Trucks in einem eigens aufgebauten Ladedepot ganz dezidiert auf Fragestellungen zur Ladeinfrastruktur und dem eigentlichen Ladevorgang ein. Wie lange dauert zum Beispiel der Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur und mit welchen Kosten ist zu rechnen? Was hat es mit dem Combined Charging System CCS als Ladestandard auf sich und welche Ladegeräte empfehlen sich? Wie erfolgt die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeanschluss? Eingehend erläutert wurde zugleich auch, ob schnelles oder langsames Laden besser ist und worin der Unterschied zwischen gekühlten und ungekühlten Ladekabeln besteht.

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Akustisches Warnsystem, Abbiege-Assistent, neue MirrorCam und ABA 5

Wie die Fahrt mit dem eActros eindrücklich zeigt, ist das Fahrzeug sehr geräuscharm auf den Straßen unterwegs. Damit aber zum Beispiel ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer den Elektro-Lkw in ihrem Umfeld bemerken können, ist der eActros serienmäßig – entsprechend den gesetzlichen Anforderungen – mit einem externen Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) ausgestattet. Das akustische Warnsystem im eActros besteht aus zwei Lautsprechern – einer vorne und einer hinten –, die miteinander verbunden und am Fahrzeug angeschlossen sind. Je nach Fahrbedingung werden dabei Töne für die Vorwärts- oder die Rückwärtsfahrt abgespielt. Das Vorwärtsgeräusch „simuliert“ ein leises Lüftergeräusch, bei der Rückwärtsfahrt wird ein intermittierender Klang aus zwei Tönen abgespielt.

2 IMG 7522 Jens WeberDie bessere Wahrnehmbarkeit eines Elektro-Lkw spielt vor allem auch beim Rechtsabbiegen eine ganz zentrale Rolle. Um in dieser Situation Unfälle insbesondere mit Radfahrern oder Fußgängern möglichst ganz vermeiden oder zumindest die Unfallfolgen mindern zu können, verfügt der eActros serienmäßig über den Abbiege-Assistenten S1R. Sollte die Gefahr bestehen, dass ein Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen einen Radfahrer oder Fußgänger wider Erwarten nicht sieht, kann das System unterstützend eingreifen und den Fahrer mit Hilfe eines mehrstufigen Prozesses warnen. Für die optischen Warnhinweise nutzt der Abbiege-Assistent das Display der MirrorCam, die auch im eActros anstelle der herkömmlichen Haupt- und Weitwinkelspiegel verbaut ist.

Zum Einsatz kommt dabei seit April 2022 die bereits zweite Generation des Spiegelkamerasystems, das den Fahrer unter anderem durch jeweils zehn Zentimeter kürzere Kameraarme und neue Bildparameter in vielen Situationen im Straßenverkehr noch besser unterstützen kann. Die Verkürzung der Kameraarme bringt unter anderem den Vorteil mit sich, dass die Fahrer sich beim Rückwärtsfahren geradeaus gegenüber der ersten Generation leichter tun. Das liegt insbesondere daran, dass die Perspektive der MirrorCam nun der des gewohnten Glasspiegels noch ähnlicher ist. Die Evolution in der Farb- und Helligkeitsabstimmung des an sich schon sehr lichtstark ausgelegten Kamerasystems führt wiederum dazu, dass die Displays etwa beim Rückwärtsfahren in eine dunkle oder nur schlecht beleuchtete Halle hinein den für die Fahrsituation relevanten Bereich noch exakter abbilden.

Durch seine unterstützende Wirkung kann das weiterentwickelte System der MirrorCam dazu beitragen, Situationen wie Überholen, Rangieren, Fahren bei schlechter Sicht und Dunkelheit, Kurvenfahrten und das Passieren von Engstellen jetzt noch sicherer und stressfreier zu bewältigen. Daneben gibt es natürlich weiterhin die bisher bestehenden Vorteile wie Weitwinkelmodus beim Rückwärtsrangieren, Distanzlinien im Display zum besseren Einschätzen des Abstands zu Objekten hinter dem eigenen Fahrzeug, Mitschwenken des Kamerabildes bei Kurvenfahrten oder Überwachung des Fahrzeugumfelds während der Rast.

Ein weiteres Sicherheits-Highlight ist der Notbremsassistent Active Brake Assist der fünften Generation (ABA 5) mit Fußgängererkennung. Der ABA 5 arbeitet mit einer Kombination aus Radar- und Kamerasystem. Erkennt das System die Gefahr eines Unfalls mit einem vorausfahrenden Fahrzeug, einem stehenden Hindernis oder einer querenden, entgegenkommenden, in der eigenen Spur laufenden oder vor Schreck plötzlich stehenbleibenden Person, erfolgt zunächst eine optische und akustische Warnung des Fahrers. Reagiert der Fahrer nicht adäquat, kann das System in einem zweiten Schritt eine Teilbremsung mit drei Metern pro Sekunde einleiten. Das entspricht etwa 50 Prozent der maximalen Bremsleistung. Droht trotzdem eine Kollision, kann der ABA 5 eine automatisierte Vollbremsung ausführen – auf bewegte Personen bis zu einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 50 km/h.

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Bewährtes Flaggschiff für klassischen Fernverkehr

  • der Actros L – ab Oktober 2022 mit dritter Generation des Nutzfahrzeugmotors OM 471

Neben dem konstant wachsenden Portfolio an Fahrzeugen mit batterieelektrischen Antrieben hat Mercedes-Benz Trucks mit dem seit November 2021 produzierten Actros L auch im Premium-Segment der klassischen Diesel-Lkw nochmals neue Maßstäbe gesetzt. Das Spitzenmodell der erfolgreichen Actros-Baureihe unterstreicht dabei einmal mehr den Anspruch von Mercedes-Benz Trucks, sich stets an den Bedürfnissen seiner Kunden und deren Fahrer zu orientieren und für sie immer wieder aufs Neue möglichst hohe Mehrwerte zu schaffen.

Ein Beispiel hierfür ist die dritte Generation des schweren Nutzfahrzeugmotors OM 471. Der im Mercedes-Benz Actros L ab Oktober 2022 verfügbare „neue“ Heavy-Duty-Motor zeichnet sich durch eine Vielzahl technischer Innovationen aus, die im Hinblick auf kraftstoffsparendes Fahren, einen reduzierten CO2-Ausstoß, niedrigere Betriebskosten und höhere Erträge konsequent auf die Senkung der Total Cost of Ownership (TCO) ausgerichtet sind, ohne dass darunter die Leistung, die Fahrdynamik oder der Fahrkomfort leiden. Zu diesem Zweck haben die Ingenieure von Mercedes-Benz Trucks gleich an mehreren Stellschrauben gedreht.

So werden mit der dritten Generation des OM 471 zwei neue Turbolader eingeführt, die zusammen mit dem überarbeiteten Abgasnachbehandlungssystem eine maximale Kraftstoffersparnis von bis zu vier Prozent gegenüber der Vorgängergeneration ermöglichen. Für noch mehr Fahrdynamik hat Mercedes-Benz Trucks außerdem den Antriebsstrang ins Visier genommen: Die neue automatisierte Getriebesteuerung PowerShift Advanced ermöglicht dabei durch die präzise Gangwahl in vielen Situationen ein schnelleres und gleichzeitig sanfteres Anfahren und Beschleunigen. Ein weiteres Highlight der dritten Generation des OM 471 ist das erweiterte Top-Torque-Programm, das genau dann mehr Leistung zur Verfügung stellt, wenn sie wirklich gebraucht wird – etwa beim Auffahren auf eine Autobahn oder beim Überholen.

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Ausgezeichnetes Raumangebot und Mehr an Sicherheitsausstattung

Dass der Actros L für hohen Fahrerkomfort steht, unterstreicht zudem die in den Varianten StreamSpace, BigSpace und GigaSpace erhältliche Fahrerkabine mit einer Breite von 2,50 Metern. Der fehlende Motortunnel im Fahrerhaus sorgt für einen ebenen Boden und damit für ein wohnliches Ambiente. Die verbesserte Kabinen-Schalldämmung mindert unerwünschte Störgeräusche und macht so den Aufenthalt im Fahrerhaus noch angenehmer – sowohl bei der Fahrt als auch in den Ruhezeiten. Zudem wurde die Sitzposition nochmals optimiert. Ein großer Sicherheitsmehrwert insbesondere bei Dunkelheit oder schlechter Sicht sind die optional erhältlichen, neu designten LED-Scheinwerfer durch ihre im Vergleich zu Xenon-Scheinwerfern höhere Lichtstärke und die sehr gute Ausleuchtung der Fahrbahn.

Einen wichtigen Beitrag für ein Mehr an Sicherheit leisten daneben vor allem auch Assistenzsysteme wie der Notbremsassistent Active Brake Assist der fünften Generation mit Fußgängererkennung, der Spurhalte-Assistent oder die zweite Generation der MirrorCam sowie als Ausstattungsoption der Active Sideguard Assist (ASGA) oder der Active Drive Assist der zweiten Generation (ADA 2) für teilautomatisiertes Fahren nach Level 2.

Gerade die beiden zuletzt genannten Systeme können in ganz alltäglichen Verkehrssituationen wichtige Helfer sein. Der ASGA zum Beispiel, indem er nicht nur vor auf der Beifahrerseite befindlichen und sich bewegenden Radfahrern oder Fußgängern warnen, sondern bis zu einer Abbiegegeschwindigkeit von 20 km/h auch eine automatisierte Bremsung bis zum Stillstand des Fahrzeugs einleiten kann, wenn der Fahrer nicht rechtzeitig reagiert.

Der ADA 2 wiederum unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen aktiv bei der Längs- und Querführung des Lkws und kann automatisiert Abstand halten, beschleunigen sowie lenken, sofern die dazu notwendigen Systembedingungen wie etwa ein ausreichender Kurvenradius und deutlich sichtbare Fahrbahnmarkierungen gegeben sind. Darüber hinaus ist die im ADA 2 enthaltene Teilfunktion des Emergency Stop Assist dazu in der Lage, einen Nothalt einzuleiten, wenn trotz optischer und akustischer Warnung das Lenkrad vom Fahrer nicht mehr geführt wird. Aktivitäten und Funktionen der Assistenzsysteme bekommt der Fahrer im anwenderfreundlichen Multimedia Cockpit mit seinen zwei Farbdisplays als Herzstück des Human Machine Interface (HMI) angezeigt.

Mercedes-Benz Trucks verfolgt bei allen Assistenzsystemen das Ziel, den Fahrer innerhalb der Systemgrenzen beim Führen des Fahrzeugs so gut wie möglich zu unterstützen. Der Fahrer bleibt jedoch, wie auch gesetzlich normiert, zu jeder Zeit für das sichere Führen des Fahrzeugs vollumfänglich verantwortlich.

[1] Nennkapazität einer neuen Batterie, basierend auf intern definierten Rahmenbedingungen. Diese kann je nach Anwendungsfall und Umgebungsbedingungen variieren.

[2] Nutzbarer Energiegehalt für den regulären Lkw-Betrieb mit neuen Batterien. Dieser basiert auf intern definierten Rahmenbedingungen und kann je nach Anwendungsfall und Umgebungsbedingungen variieren.

[3] Die Reichweite wurde unter optimalen Bedingungen, unter anderem mit 4 Batteriepaketen nach Vorkonditionierung im teilbeladenen Verteilerverkehr ohne Anhänger bei 20°C Außentemperatur, intern ermittelt.

[4] Basierend auf intern ermittelten Erfahrungswerten unter optimalen Bedingungen, unter anderem bei einer Umgebungstemperatur von 20°C.

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Kommentar

Obwohl wir beide Testfahrten „nur“ als Beifahrer (Führerschein Klasse 3, bis 7,5 Tonne) erleben durften, waren die Testfahrten sehr beeindrucken. Der Actros L als Diesel „flüsterleise“ und der eActros fast „lautlos“. Beide mit der modernsten Technik ausgerüstet, so dass die Fahrer deutlich entspannter am Ziel ankommen. Die gute Nachricht zum Schluss, 80% der Mehrkosten werden durch Förderung abgedeckt. Auch der Verbrauch von 63,8 kWh/100 km ist sicher ein guter Wert. Vor allem, wenn man berücksichtig, dass mit Industriestrom für vermutlich weniger als 0,1 Euro/kWh geladen wird.

Ob wir da sparsamer unterwegs wären, müsste eine Testfahrt auf der Teststrecke in Wörth zeigen. Denn wer einen Wasserstoffbus in Papenburg und einen SLT mit Fahrlehrer fahren kann, darf auch so ein beeindruckenden eTruck fahren – oder?

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Fotos © 2022 Daimler Truck Presse © 2022 Redaktionsbüro Kebschull

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