eCitaro 150Hightech-Stadtbus für SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG: Verkehrsunternehmen und Daimler unterzeichnen Absichtserklärung über vollelektrischen Mercedes-Benz eCitaro mit Brennstoffzelle. SWEG: mehr als 400 Omnibusse, Schwerpunkt auf Umweltschonung und Sicherheit.

 

Sauber in der City und auf Langstrecke

  • 19C0369 014 350Mercedes-Benz eCitaro: Mit schnellen Schritten auf dem Weg zur Ablösung des Dieselmotors
  • SWEG: mehr als 400 Omnibusse, Schwerpunkt auf Umweltschonung und Sicherheit

Das Verkehrsunternehmen SWEG mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald wird den ersten Mercedes-Benz eCitaro REX (Range Extender) aus der Serienproduktion auf die Straße bringen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die SWEG und Daimler Buses heute unterzeichnet. Die Auslieferung wird im Laufe des Jahres 2022 erfolgen.

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Mercedes-Benz eCitaro

  •  MG 9090Mit schnellen Schritten auf dem Weg zur Ablösung des Dieselmotors

Die Weiterentwicklung des erst 2018 vorgestellten, vollelektrisch angetriebenen und lokal emissionsfreien eCitaro schreitet wie angekündigt rasch fort. Im Laufe dieses Jahres wird seine Reichweite mit neuen Batteriegenerationen nochmals beträchtlich gesteigert. Darunter mit Festkörperbatterien – eine Pionierleistung im Automobilbau.

Die SWEG setzt mit ihrer Absichtserklärung bereits auf die nächste Stufe, den eCitaro mit Brennstoffzelle als Range Extender. Sie erzeugt während der Fahrt Strom aus Wasserstoff. Damit steigt die Reichweite abermals und der eCitaro kann herkömmlich angetriebene Stadtbusse auch bei sehr hohen Anforderungen an die Reichweite endgültig nahtlos ersetzen.

„Unser Unternehmen war immer Vorreiter auf dem Gebiet neuer und nachhaltiger Mobilitätsformen“, sagt der scheidende Vorstandsvorsitzende der SWEG, Johannes Müller. „Deshalb möchten wir auch auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie Erfahrungen vor Ort sammeln“, so der künftige SWEG-Vorstandsvorsitzende Tobias Harms. Ulrich Bastert, Leiter Marketing, Sales and Customer Services von Daimler Buses: „Der eCitaro mit Brennstoffzelle ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung umweltfreundlicher Stadtbusse. Wir freuen uns, dass sich unser Partner SWEG für diese fortschrittliche Technologie entschieden hat."

Die SWEG wird den zweitürig ausgeführten Solobus ab 2022 voraussichtlich zunächst am Unternehmenssitz in Lahr einsetzen. Zurzeit entwickelt das Unternehmen ein Konzept zur Versorgung des Stadtbusses mit Wasserstoff.

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SWEG: mehr als 400 Omnibusse

  • PapenburgSchwerpunkt auf Umweltschonung und Sicherheit

Die SWEG (Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG) ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald, das in Baden-Württemberg und teilweise angrenzenden Gebieten Busverkehr im Stadt- und Überlandverkehr sowie Schienengüter- und Schienenpersonennahverkehr betreibt. Das Unternehmen setzt rund 400 eigene sowie etwa 60 angemietete Omnibusse ein. Bei der SWEG sind mehr als 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Die SWEG und Daimler arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen. So besteht die Omnibusflotte des Unternehmens weit überwiegend aus Fahrzeugen der EvoBus GmbH. In den vergangenen Jahren lieferte EvoBus rund 40 Omnibusse im Jahr an die SWEG. Die Verbundenheit bewies bereits in der Vergangenheit das erste große Jubiläum des Mercedes-Benz Citaro: Vor genau 20 Jahren lieferte Mercedes-Benz an die SWEG den 1000. Citaro, der im vergangenen Jahr das Jubiläum von 55.555 Exemplaren feierte.

Kommentar

Das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle sind im Prinzip ein "alter Hut". Einen Brennstoffzellenbus bin ich schon vor etwa 13 Jahren in Papenburg (s.a. Future Transportation) gefahren. Das war einer von vier Wasserstoffbussen, die für die Olympiade in Peking 2008 gebaut wurden.

Vor 15 Jahren waren wir mit einer Brennstoffzellen A-Klasse und mit einem U-Boot unterwegs. 2016 waren wir mit dem Hyundai ix35 Fuel Cell (Fahrbericht) und in diesem Jahr mit dem genialen Toyota Mirai auf der Straße.

Vorteil

  • IMG 3775 h 250Schneller Betankungsvorgang (etwas wie #CNG, Benzin, Diesel).

Nachteile:

  • Teure Technik, ein PKW kostet ab 80.000 Euro.
  • Es fehlen flächendeckend Wasserstofftankstellen.
  • Wasserstofftankstellen sind teuer.
  • 1 kg Wasserstoff kostet fast 10 Euro. Ein PKW benötigt etwa 1 kg/100 km.

Aber elektrisch betriebene LKW und Busse sind eine Sackgasse. Zu geringe Reichweite, der Ladevorgang dauert zu langen.

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Fotos © 2020 Daimler Presse, © 2018-2020 Redaktionsbüro Kebschull

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