MG 0373 150Der Jeep® Cherokee 2019 hat ein Facelift für das Modelljahr 2019 bekommen. Wir durften den Cherokee schon einmal unter einer echten 4Whell4Fun Situationen testen. 195 Diesel-PS, 9-Gang Automatik, Allrad und mit knapp unter 55.000 Euro (Pressefahrzeug mit Extras) bezahlbar.

 

15 Zentimeter Neuschnee

Petrus muss ein Jeep Fan sein. Anders kann es nicht sein. Pünktlich zur Veranstaltung 4Wheels4Fun hat er über Nacht 15 Zentimeter Neuschnee geschickt. In Innsbruck war davon noch nichts zu sehen, aber Seefeld (Tirol, 1.180 m) hat den ganzen WinterWonder-Charme versprüht.

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Fahren konnten wir auf der 4Whell4Fun Veranstaltung alles, was mit Allrad ausgestattet ist. Vom Fiat Panda (müssen wir unbedingt mal vorstellen), über Jeep Cherokee bis zum Dampfhammer Alfa Romeo Stelvio Q4 Quadrifoglio mit 510 PS.

Großes Auto, Allrad ist Pflicht in Seefeld

 MG 0371 350Dann mal los mit dem Jeep Cherokee Overland mit 2,2l MultiJet mit 195 PS, 4x4 AT9 in Pear White (+ 1.090 Euro), Nappaleder schwarz (Serie). Basispreis 53.500,- Euro mit Sonderlackierung und Winterpaket (+ 290 Euro) kostet der Testwagen 54.880 Euro. Mal mit dem Volvo XC60 mit über 90.000 Euro vergleichen. OK, der Vergleich hinkt, ein PlugIn kostet immer viele Geld.

Erster Eindruck: Der Jeep Cherokee hängt gut am Gas, hat genügten Power - auch wenn es mal steil Bergauf geht, und die 9-Gang Automatik arbeitet wie ein Schweizer Uhrwerk, sogar in Österreich. Viel zu schnell waren wir am Bestimmungsort Seefeld. Als Zwischenfazit. Der Jeep Cherokee steht ganz oben auf meiner Wunschliste für einen "echten" ausführlichen Fahrbericht.

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Fakten im Überblick

„Wasserfall“-Motorhaube

 MG 0494-Wrangler 350Die Neugestaltung entscheidender Karosseriebereiche wie Front und Heck machen den Jeep Cherokee nicht wirklich neu. Er wirkt aber frischer, kann auch auf der Flaniermeile punkten.

Das neue Exterieur-Design profitiert von LED-Hauptscheinwerfern, Tagfahrleuchten sowie in helle Rahmen eingefasste Nebelleuchten. Die neue, typische „Wasserfall“-Motorhaube mit dem angeformten Grill besteht jetzt aus einer leichten Aluminiumstruktur. Der modernisierte Innenraum des Jeep Cherokee erhält frische und elegante Details sowie mehr Komfort und Funktionalität dank cleverer Verstaumöglichkeiten und neuer Technologien.

Uconnect™ 7.0, Uconnect™ 8.4 oder Uconnect™ 8.4NAV

Je nach Ausstattung stehen für den neuen Jeep Cherokee Uconnect™ 7.0, Uconnect™ 8.4 oder Uconnect™ 8.4NAV zur Wahl – mit schnelleren Prozessoren für kürzere Startzeiten und hochauflösende Grafiken auf den Touchscreens, auf denen unter anderem auch die Bedienung für Klimatisierung und Audio zusammengefasst ist. Zusätzlich zu den Standardfunktionen Bluetooth, Sprachsteuerung und USB- und AUX-Anschlüssen verfügen die Uconnect™ Infotainment- und Navigationssysteme 7.0, 8.4 und 8.4NAV über Apple CarPlay und Android Auto™  sowie Touchscreens mit kapazitiver Zoom-Funktion in den Größen 17,8 beziehungsweise 21,3 Zentimeter (Bildschirmdiagonale).

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Safety First

 MG 0527 Stevio 350Die Ingenieure haben den Jeep Cherokee von vornherein mit einer Vielzahl an Sicherheitsfunktionen entwickelt. Das erste wesentliche und grundsätzliche Sicherheitsmerkmal ist die „Compact U.S. Wide“-(CUS-wide)-Plattform selbst, als starke Grundlage mit einem Anteil von 65 Prozent hochfesten Stählen. Darüber hinaus haben die Ingenieure aktive und passive Sicherheitsfunktionen installiert, darunter stets serienmäßig den Frontkollisionswarner Plus mit Fußgänger-Notbremsung, den Spurhalteassistenten, einen fortschrittlichen Bremsassistenten, einen aktiven Geschwindigkeitsbegrenzer, einen Totwinkelwarner, hintere Querbewegungserkennung, Rückfahrkamera mit dynamischen Führungslinien sowie acht Airbags. Zu den weiteren Sicherheitsfeatures zählen elektronische Überschlagsvermeidung, automatisches Einparken quer/längs, elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) und adaptive Cruise Control mit Abstandsregelung und Stopp&Go-Funktion, jeweils serienmäßig für die Versionen Limited und Overland.

Motor mit Power

Zum Marktstart treibt den neuen ­Cherokee ein effizienter 2.2-MultiJet-II-Turbodieselmotor mit 143 kW (195 PS) an. Die Leistung gibt der Motor an ein Neungang-Automatikgetriebe ab. Das Motorenangebot wird im nächsten Jahr mit einem neuen Benzinmotor mit zwei Litern Hubraum und Direkteinspritzung ergänzt, der voraussichtlich 199 kW (270 PS) liefert und außergewöhnliche Leistung bei effizientem Umgang mit dem Kraftstoff sicherstellt (müssen wir testen!). Der neue Jeep® ist in den Ausstattungsvarianten Longitude, Limited und Overland erhältlich. Legendäre Jeep®-4x4-Kompetenz

Der Jeep® Cherokee ist sowohl mit Vorderradantrieb als auch mit Vierradantrieb verfügbar. Die drei erhältlichen 4x4-Systeme wurden verbessert, um weiterhin unter nahezu allen Wetterbedingungen souveräne 4x4-Eigenschaften zu bieten.

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Jeep® Active Drive I 

Die Jeep-Ingenieure überarbeiteten das System und reduzierten das Gewicht des Hinterradantriebsmoduls. Außerdem haben die Techniker das Schleppmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten um die Hälfte reduziert, was Kraftstoff sparen hilft. Das Modul regelt vollautomatisch und nahtlos zwischen Zwei- und Vierradantrieb – bei jeder Geschwindigkeit. Jeep Active Drive I erfordert keinerlei Eingriffe des Fahrers und nimmt Korrekturen vor, um die Fahrstabilität stets sicherzustellen. Außerdem verbessert es die Rückmeldung im Falle von Über- oder Untersteuern.

Jeep® Active Drive II 

Zusätzlich zu Active Drive I verfügt Active Drive II über eine zweistufige Power Transfer Unit (PTU) mit Geländereduktion. Der 4-Low-Modus verbindet die vorderen und hinteren Antriebswellen für hohe Antriebskraft bei niedrigen Geschwindigkeiten und für den Zugbetrieb. Die Geländereduktion erlaubt ein Untersetzungsverhältnis von 2,92:1 für mehr Kletterfähigkeit und außergewöhnliche Kriecheigenschaften in extremen Geländesituationen. Dazu kommt eine Bergabfahr-Kontrolle, die den Cherokee automatisch gesteuert steile Abhänge hinunterkriechen lässt, ohne dass der Fahrer das Bremspedal betätigen muss.

Jeep® Active Drive Lock

Dieses System bietet sämtliche Funktionen von Active Drive II, jedoch zusätzlich mit einem hinteren Sperrdifferenzial für beste Traktion im niedrigen Geschwindigkeitsbereich, um anspruchsvollste Hindernisse zu überwinden. Dieses System ist ausschließlich für den Cherokee Trailhawk lieferbar, der bereits 2019 an den Start gehen wird. Hier inbegriffen ist eine „Selec-Speed Control“ – eine Funktion, die dem Fahrer ermöglicht, eine Geschwindigkeit zwischen 1 km/h und 9 km/h vorzuwählen, um sich auf diese Weise mit konstantem Tempo durch anspruchsvolles Gelände zu wühlen, ohne selbst Gas geben zu müssen. Das ist ideal, um Felsen zu erklimmen oder starke Gefälle gleichmäßig als Bergabfahrt zu meistern.

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Selec-Terrain®

Alle Cherokee 4x4-­Systeme verfügen über die überarbeitete Selec-Terrain®-Traktionskontrolle mit den vier Modi Auto, Snow, Sport und Sand/Mud. Der Trailhawk bietet außerdem zusätzlich einen „Rock“-Modus, um selbst die schwierigsten Geländeabenteuer zu bestehen.

Entkopplung der Hinterachse: Alle 4x4-Systeme des Cherokee koppeln Hinterachse und Kardanwelle vollständig vom Antrieb ab, wenn kein Vierradantrieb benötigt wird. Umschalten zwischen Front- und Vierradantrieb sowie auch das komplette Drehmoment-Management erfolgen nahtlos und ohne Zutun des Fahrers. Weil eine stillstehende Kardanwelle kein Schleppmoment erzeugt, hilft die Entkopplung dabei, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Jeep® Cherokee – 4x4-Versionen

Jeep® Cherokee Limited / Overland

Kraftstoffverbrauch (l/100 km) nach RL 80/1268/EWG: kombiniert 6,9–6,1

CO²-Emissionen kombiniert (g/km): 179–161

Zwischenfazit

So eine Veranstaltung ist absolut genial, um in kurzer Zeit einen guten Eindruck über die Markenvielfalt von FCA zu bekommen. Der stark überarbeitet Jeep Wrangler stand sowieso schon auf unsere 2019-Wunschliste. Jetzt ist der Jeep Cherokee dazugekommen. Auch der knuffige Panda 4x4 hat eigentlich mal eine Chance verdient "ausgeführt" zu werden. Der Alfa Romeo Stelvio mit 510 PS wäre natürlich das Highlight 2019.

Gute Nachrichten für alle Jeep Fans. Wir starten 2019 mit einem Jeep Schwerpunkt, nach dem Cherokee testen wir den Jeep Wrangler.

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Fotos © 2018 Redaktionsbüro Kebschull

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