IMG 5001 Model 150Tesla hat es angeblich nicht nötig, Pressearbeit zu machen. Deshalb ist die Berichterstattung im Vergleich zu den anderen großen Herstellern, eher selten. Wir hatten die Chance das Tesla Model X näher kennenzulernen. Außerdem gibt es einen kleinen Überblick über das neue Tesla Model Y.

 

Model X - Licht und Schatten

IMG 5003Model S h 250Natürlich ist ein Tesla Model X schon ein sehr cooles Auto. Man sieht ihn sehr oft in Austin, Texas. Austin ist eine eAuto-City. Natürlich fahren auch jede Menge Ferraris, McLaren Mercedes und fette amerikanische Muscle Cars hier herum - aber die Marke Tesla ist sehr beliebt.

Beeindruckend?

Ja, auf jeden Fall: wenn die Flügeltüren hinten aufgehen, ist das schon eine große Show… Fast schon ein kleiner roter- Teppich- Moment. „Unser“ Tesla kommt in blaumetallic daher; genauer in Deep Blue Metallic mit weißen Ledersitzen (es gibt die Option schwarz oder weiß) – das hat schon was. Im Vergleich zu dem Tesla Model X, den wir Weihnachten unter die „Lupe“ genommen haben, waren die Spaltmaße bei diesem Auto besser. Dennoch, zu früh gejubelt: hinten, im Eingangsbereich, war irgendwie das Trittbrett verrutscht. Im ersten Moment hatte ich gedacht, es sei eine absichtliche asymmetrische Türkonstruktion.

IMG 5016 Model X 640

On the Highway

IMG 5013 On the Highway h 250Dann mal los. Da wir schon sehr viele eFahrzeuge oder PlugIn-Hybrids getestet haben, ist das lautlose „los flüstern“ bei uns schon eher Gewohnheit. Das Lossprinten auf der Autobahn ist natürlich Porsche-Like, wie man sagt - leichtfüßig sprintet der Tesla Model X auf das Speed Limit von 75 Meilen/h.

Autonomes Fahren

Mit dem Volvo XC60 und dem Volvo S90 haben wir schon erlebt, wie ein Fahrzeug sich an den Begrenzungen orientiert und sauber die Richtung hält. Auch der Audi A5 kann das schon ziemlich perfekt. Tesla kann das sogar noch besser: Blinker links und der Tesla führt ein kontrollierten Spurenwechsel durch. Blinker rechts und der Tesla verlässt automatisch den Highway, reduziert die Geschwindigkeit.

Perfekt – fast perfekt! Nach dem erneuten Auffahren auf den Highway, sollte ein Spurenwechsel rechts durchgeführt werden. Plötzlich ein heftiges Zurücklenken. Rechts war allerdings kein Fahrzeug oder eine andere Gefahr. Wir haben keine Ahnung, warum der Tesla diese Reaktion gemacht hat. Eine einzige logische Schlussfolgerung könnte sein, dass der Tesla Informationen verloren hat und dann auf „Nummer sicher“ wieder auf die Spur zurückgefahren ist, die als „gesichert“ bewertet wurde. Trotzdem seltsam...

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Ausblick – Model Y

Model Y 250Natürlich haben wir auch einen Ausblick auf das neue Tesla Model Y bekommen. Das Model Y sieht aus wie der Model X - ist aber kleiner, weil das Fahrzeug auf das Model 3 aufbaut. Die Daten sind natürlich beeindruckend: Reichweite (geschätzt) 540 km (nach WLTP); das Model Y kann bereits konfiguriert werden. Die Anzahlung beträgt zur Zeit 2.500 US$*.

Das Fahrzeug wird vermutlich allerdings erst Anfang 2021 verfügbar sein. Der Tesla Model Y startet bei 56.000 Euro* (Hinterradantrieb). Mit etwa 505 km Reichweite. Als Allrad kostet der Y etwa 60.000 Euro*. Die Farbe schwarz ist nicht mit Zusatzkosten verbunden; allerdings gibt es einen Aufpreis von 18“ auf 19“ in Höhe von 1.600 Euro. Innenraum schwarz ist ebenfalls im Gesamtpaket mit enthalten; weiß kostet 1.050 Euro mehr. Interessant ist auch die 7-Sitzer Option für weitere 3.100 Euro mehr. Der Autopilot kostet 3.100 Euro zusätzlich. Einen weiteren Aufpreis für die volle Tauglichkeit für das autonome Fahren beträgt 5.200 Euro.

Der Tesla Model X navigiert mit Autopilot-Funktionalität: automatische Fahrt auf Autobahnen von der Ein- bis zur Ausfahrt, einschließlich Autobahnkreuzen und Überholen von langsameren Fahrzeugen. Die Einparkautomatik ermöglich paralleles und rechtwinkliges Einparken. Wir kommen am Ende auf ca. 71.030 Euro* und ein Anzahlung von 2.000 Euro. Ein vergleichbarer Model 3 kostet 62.580 € (ohne die 7-Sitzer Option; die ist nämlich nicht möglich).

Model Y 640

Fazit

Tesla Autopilot 250Die Tesla Fahrzeuge sind schon sehr cool. Auch wenn sie bei der Verarbeitungsqualität nicht mit Audi, Mercedes, BMW, Porsche und Co. mithalten können, punktet Tesla natürlich mit dem genialen Super-Charger-System. Ich bin gespannt, ob Porsche & Co. das zusammen hinbekommen - denn nur mit einer vernünftigen Lade-Infrastruktur macht ein eAuto Spaß. 

Alle Preise ohne Gewähr, Stand 04-2019

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Fotos © 2019 Redaktionsbüro Kebschull, Tesla Presse (3)

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