Der Audi A6

Ein Siegertyp baut seine Stärken aus: Audi gibt der Oberklasse-Baureihe A6 noch mehr Feinschliff mit. Sportliche Motoren ergänzen das Programm, der Verbrauch sank um zirka 15 Prozent über die Antriebspalette hinweg. Ein weiter verbessertes Fahrwerk und neue Hightech-Assistenzsysteme steigern die Souveränität, das Bediensystem MMI präsentiert sich mit völlig neuen, eindrucksvollen Fähigkeiten. Der aufgewertete A6 – Limousine, Avant, A6 allroad quattro und S6 – startet im Oktober in Deutschland. Trotz seiner vielen Innovationen bleibt der Einstiegspreis annähernd gleich: Er beträgt 34.200 Euro für die A6 2.0 TFSI Limousine.

Karosserie

  • Länge 4.927 Millimeter, Breite 1.855 Millimeter, Höhe 1.459 Millimeter, Radstand 2843 Millimeter
  • Dynamische Proportionen, elegantes Design mit markanten Retuschen
  • Großes Gepäckraumvolumen von 565 bis 1.660 Liter (Avant)

Innenraum

  • Großzügiges Raumangebot, weich gepolsterte Fondsitze
  • Niedriges Geräuschniveau, neue Bezüge, Blenden und Applikationen
  • Intuitive Bedienung, MMI-System der zweiten Generation mit vielen neuen Fähigkeiten

Antrieb

  • Vier TDI und fünf Benziner von 100 kW (136 PS) bis 257 kW (350 PS), alle Aggregate mit Direkteinspritzung
  • Verbrauchsrückgang von etwa 15 Prozent über die Motorenpalette durch intensive Weiterentwicklung
  • Neuer 2.0 TDI e mit 100 kW (136 PS), Verbrauch nur 5,3 l/100 km
  • Neuer 3.0 TFSI mit Kompressoraufladung und 213 kW (290 PS), Verbrauch nur 9,4 l/100 km
  • Breite Palette an Kraftübertragungen, quattro-Antrieb mit sportlicher Charakteristik für zahlreiche Varianten

Fahrwerk

  • Noch höherer Abrollkomfort ohne Abstriche am sportlichen Charakter
  • Luftfederung adaptive air suspension auf Wunsch lieferbar

Ausstattung

  • Moderne Assistenz- und Kommunikationssysteme erhältlich{mospagebreak}

Das Außendesign

Die Linienführung der Karosserie visualisiert den sportlichen Charakter des A6 – sie präsentiert die klassische Audi-Silhouette mit hoher Schulter, niedrigem Fensterband und elegant fließendem Heckabschluss. Der optische Schwerpunkt des Körpers liegt vor der Hinterachse, das lässt das Heck leichter wirken und erzeugt eine nach vorne strebende Dynamik.

Eine feine Leiste in Aluminiumoptik, die sich im unteren Bereich über die Flanken zieht, betont die so genannte Dynamic Line. LED-Blinker in den Außenspiegelgehäusen und neu designte, kraftvolle Leichtmetallräder mit einheitlichen Abdeckkappen für die Radmuttern setzen auf den Flanken neue Akzente. Beim Avant betont die fugenlos integrierte Dachreling aus eloxiertem Aluminium den coupéhaften Körperbau.

Seit seinem Debüt 2004 trägt der Audi A6 den neuen Singleframe unverändert – jetzt präsentiert sich die Design-Ikone der Marke leicht überarbeitet. Der Kennzeichenträger wurde harmonisch integriert, die Gitterstreben erhielten eine neue Optik und eine hochglänzende Lackierung. Auch der Stoßfänger wurde neu modelliert; die äußeren Lufteinlässe betonen die Horizontalen und lassen die Front dadurch breit und flach erscheinen. Die integrierten Nebelscheinwerfer sind ebenfalls neu gezeichnet.

Tagfahrleuchten – eine wichtige Sicherheits-Innovation der Marke mit den Vier Ringen – gehören beim A6 zum Serienumfang. Anstelle der serienmäßigen Halogenleuchten liefert Audi auf Wunsch besonders lichtstarke Xenon-Plus-Scheinwerfer; sie sind mit einem Tagfahrlicht aus weißen Leuchtdioden gekoppelt. Die jeweils sechs LEDs, die nur wenige Watt Energie aufnehmen, liegen als horizontales Band am unteren Rand der Scheinwerfer. Eine weitere Option ist das dynamische adaptive light, es dient jetzt zugleich als Kurven- und Abbiegelicht.

Schnell und sicher: Der Fernlichtassistent

Ebenfalls auf Wunsch ist zusammen mit den Xenon-Plus-Leuchten der Fernlichtassistent zu bekommen. Wie Versuche erwiesen haben schaltet er das Fernlicht schneller und präziser als der Mensch an und aus. Das System erkennt andere Fahrzeuge und Ortschaften anhand der Beleuchtung mit einem kleinen lichtempfindlichen Detektor, der im Fuß des Innenspiegels sitzt. Daraufhin schaltet es selbständig von Fernlicht auf Abblendlicht zurück. Bei freier Fahrbahn reaktiviert es das Fernlicht innerhalb von Sekundenbruchteilen.

In den Heckleuchten ist jetzt serienmäßig eine LED-Einheit für das Brems- und Schlusslicht integriert. Die Dioden erreichen in der Regel 10.000 Betriebsstunden Lebensdauer oder noch mehr, brauchen wenig Energie und sprechen blitzschnell an – binnen einer Millisekunde geben sie schon die volle Leistung ab, ein klares Sicherheits-Plus für nachfolgende Fahrer.

Bei der A6-Limousine wurden die Leuchten neu gezeichnet – sie sind breit und niedrig gehalten und laufen nach innen spitz zu. Beim Avant kommt ein geändertes Deckglas zum Einsatz. Die horizontale Gestaltung der Heckpartie lässt beide A6-Varianten satt auf der Straße stehen; ein breiter Diffusor, eine Chromleiste auf dem Stoßfänger und gerade verlaufende Auspuffrohre schärfen den sportlichen Eindruck. Die Limousine trägt eine dezente Kante auf dem Gepäckraumdeckel, der Avant einen Spoiler an der Dachkante.

Mit 13 Außenfarben offeriert Audi einen besonders breiten Lackfächer. Zu den bekannten Farben Ibisweiß, Brillantschwarz, Quarzgrau, Phantomschwarz, Nachtblau, Austerngrau, Tiefgrün und Dakarbeige kommen fünf neue Töne. Sie heißen Eissilber, Kondorgrau, Polarblau, Aventurinblau und Granatrot.

Für dynamische Kunden stellt Audi zu einem späteren Zeitpunkt das S line Exterieurpaket zur Wahl. Anbauteile wie die Stoßfänger, die Kühlergitter, der Diffusoreinsatz und der Heckspoiler sind hier dynamisch-markant gezeichnet, die vorderen Kotflügel und die Einstiegsleisten tragen spezielle Schriftzüge. Verchromte Auspuffblenden für die Vierzylinder, runde Einfassungen für die Nebelscheinwerfer und eine Scheinwerferreinigungsanlage runden das Paket ab.

Der Audi A6 ist ein stattliches, repräsentatives Auto in der Business Class – er misst als Limousine und Avant 4,93 Meter in der Länge, 1,86 Meter in der Breite und 1,46 Meter in der Höhe. Sein cw-Wert von 0,31 beim Avant und 0,29 für die Limousine ist vorbildlich. Ein wichtiger Beitrag dazu ist der voll verkleidete Unterboden, der den Gesamt-Luftwiderstand um nahezu elf Prozent senkt.{mospagebreak}

Die Karosserie

Die Ruhe an Bord, der souveräne Schwingungskomfort, das sportliche Handling, die hohe Crashsicherheit – all diese Stärken des A6 beruhen ganz wesentlich auf der hohen Steifigkeit der Karosserie. Einer ihrer Schlüsselfaktoren ist der Einsatz von hoch- und höchstfesten Stahlblechen, die zugleich das Gewicht senken. In der Basisversion bringt die Limousine nur 1.520 Kilogramm auf die Waage.

Die Motorhaube, die vorderen Kotflügel sowie eine Reihe Verstärkungs-Komponenten bestehen aus Aluminium – einem Material, bei dessen Verwendung Audi weltweit die Führungsrolle einnimmt. Verbunden werden die Bauteile mit ganz unterschiedlichen Verfahren: Neben dem klassischen Punktschweißen sorgen auch Nieten, Punktschweißkleben, Laserschweißen und -löten sowie MIG-Löten für dauerhaften Zusammenhalt.

Ein hohes Schutzniveau ist für Audi Ehrensache. Bei einem Frontalcrash registrieren Upfront-Sensoren hinter dem Singleframe-Grill den Impuls binnen weniger tausendstel Sekunden. Die Sensorik aktiviert zweistufige Fullsize Front-Airbags, die sich auf die Unfallschwere einstellen können. Weitere Sicherheitsfeatures sind die einfahrbare Sicherheitslenksäule und die zum Schutz der Füße entkoppelbare Pedalerie. Bei leichten Frontal- oder Heckkollisionen (bis etwa 15km/h) nehmen speziell entwickelte und energieaufnehmende Stoßfängersysteme die Belastungen auf und können kostengünstig erneuert werden.

Bei einem Seitenaufprall absorbiert ein Aluminium-Strangprofil im Schweller gezielt die auftretenden Kräfte. In den Türen leisten die Innenbleche, hochfeste Verstärkungen und ein Aluminium-Aufprallträger Widerstand. Querträger im Boden stabilisieren die Fahrgastzelle; in den Gestellen der Vordersitze sind starke Stahlrohre integriert. Serienmäßige Seitenairbags vorne (auf Wunsch auch hinten) und das Kopf-Airbagsystem sideguard, das fast die gesamten seitlichen Fensterflächen abdeckt, schützen die Passagiere.

Den Folgen einer Heck-Kollision – dem Peitschenschlag-Effekt, der zu einem Schleudertrauma führen kann – wirkt der A6 durch die Gestaltung der vorderen Sitze entgegen. Die Form des Lehnenrahmens, eine weiche Federmatte und ein Energieabsorbierender Schaum sorgen dafür, dass der Rücken ein Stück weit in die Lehne eintaucht – so kann der Hinterkopf früh von der stabilen Kopfstütze, die in nur etwa vier Zentimeter Entfernung steht, aufgefangen werden.

Dieses integrale Kopfstützensystem, das Audi auch in anderen Modellreihen einsetzt, hat sich bereits glänzend bewährt. In unabhängigen Tests hat es die Note „Gut“ erhalten, etwa bei der renommierten International Insurance Whiplash Prevention Group (IIWPG), einer Arbeitsgruppe, die sich der Schleudertrauma-Prävention widmet. Auch das US-amerikanische Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) vergab die Note „Gut“. In Deutschland sind der ADAC und große Fachzeitschriften zu vergleichbaren Ergebnissen gekommen.

546 Liter Gepäckraum: Bestwert in der Klasse

Wie die Passagiere reist auch das Gepäck im Audi A6 wohlbehütet, komfortabel und geräumig. Die Limousine offeriert ein mit feinem Teppichboden ausgelegtes Abteil von 546 Liter Volumen – der Bestwert im direkten Wettbewerbsumfeld. Bei den größeren Motorisierungen lassen sich die Lehnen der Rücksitze serienmäßig geteilt umklappen (optional bei den Vierzylindern). Auf Wunsch stehen ein Gepäckraumpaket mit Haken, Netz und Steckdose, eine Wendematte und ein selbsttätig aufschwingender Deckel zur Verfügung.

Der A6 Avant bietet einen ebenfalls nobel ausgekleideten Gepäckraum von 565 bis 1.660 Liter Inhalt, mit Front- wie mit quattro-Antrieb. Serienmäßig sind zwei Schienen mit vier Verzurrösen in den klappbaren Laderaumboden eingelassen, dazu sind Taschenhaken und ein seitliches Netz an Bord. Eine 12-Volt-Steckdose, ein einfach zu handhabendes Sicherheitstrennnetz und ein Rollo gehören ebenso zum Standardumfang wie ein zweiter, tiefer gelegener Boden. Die Kunststoffwanne, die dort liegt, eignet sich ideal zur Aufnahme nasser oder schmutziger Gegenstände.

Das Programm an Sonderausstattungen präsentiert sich gründlich durchdacht. Ein abschließbares Seitenfach fasst kleine Gegenstände. Eine Teleskopstange und ein federbelasteter Spanngurt erweitern das Einsatzspektrum der Schienen. Die große Staubox ist eine praktische, vielseitige Lösung; die Wendematte integriert eine Schutzfolie, die sich über den Stoßfänger legen lässt. Die auf Tastendruck automatisch öffnende und schließende Laderaumklappe bietet höchsten Komfort. Vor Allem für Wintersportler ist die Durchladeluke in der Rücksitzlehne mit herausnehmbarem Ski- und Snowboardsack gedacht.